Istanbul Lisesi – Eine „Exzellente Deutsche Auslandsschule“

Freitag, 09. Oktober 2009: Konferenzsaal des Istanbul Lisesi. Gespannt lauschte die Schulöffentlichkeit den Worten des BLI Teams bestehend aus Herrn Janßen von der ZfA, Köln, Herrn Knieling, Landesvertreter von Hessen im BLASchA und Herrn Heinzel, schulischer Qualitätsinspektor aus Niedersachsen. Am Ende dann freudiger Applaus: Das Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule" wurde verliehen.

Allmählich fiel die Anspannung bei allen Beteiligten ab. Monatelang war die anstehende BLI ein Themenschwerpunkt an der Schule. Dann näherte sich der Termin plötzlich mit großen Schritten: die Qualitätsdokumentation musste vorgelegt werden, die Organisation und die Ablaufplanung für die BLI-Woche nahmen immer konkretere Formen an. Aber dank eines guten gegenseitigen Informationsaustausches konnte auch das vorbereitet werden.

Dann war es (endlich) soweit: die Inspektoren kamen. Da Herr Janßen bereits einen Tag früher angereist war, konnten noch am Vortag der eigentlichen Inspektion viele organisatorische Details geklärt werden. Auch das führte zu einer beiderseitigen Entlastung.

Der Interviewreigen startete am ersten Tag mit dem Abteilungsleitungsinterview, einem anschließenden Gespräch mit dem türkischen Schulleiter und setzte sich die ganze Woche über fort. Das BLI Team war bewusst mit der Absicht angereist auch da, wo möglich, in einem gewissen Rahmen die türkische Seite mit einzubeziehen. In diesem Zusammenhang muss betont werden, dass unser türkischer Schulleiter als auch seine Kollegen sich sehr konstruktiv an der BLI beteiligt haben. Ein großes Dankeschön, denn so etwas ist an einer staatlichen türkischen Schule, die von einem deutschen Inspektionsteam besucht wird, nicht selbstverständlich.

Natürlich wurde sich im Vorfeld innerhalb des Kollegiums Gedanken über die anstehenden Hospitationen gemacht. Doch als es dann soweit war, beeinträchtigten die Unterrichsbesuche zur Überraschung den Schulalltag eigentlich nicht. So war die Inspektionswoche auf der einen Seite zwar ein Stressfaktor, aber auf der anderen Seite kein Störfaktor.

Nun sind alle froh, das Gütesiegel verliehen bekommen zu haben. Doch allen Beteiligten ist klar, dass damit die Arbeit an der Qualitätsentwicklung der Schule bei weitem nicht zu Ende ist. Eine Frage allerdings bleibt unbeantwortet: Wie sieht denn nun dieses Gütesiegel tatsächlich aus? Wir sind gespannt.

Dr. Volker Schult

(Leiter der deutschen Abteilung)