Mint-EC-Camp “Chemie rund ums Auto” vom 11. bis 14. Juni 2018

Wir, Batu Muş­tu aus der 10C und Ege Başy­iğit aus der  12E, haben vom 11. Juni bis 14. Juni am MINT-EC-Camp “Che­mie rund ums Auto” in Grün­stadt teil­ge­nom­men. Am 11. Juni früh am Mor­gen haben wir uns am Ata­türk Flug­ha­fen mit unse­rem Betreu­er Herrn Schwarz­kopf getrof­fen und sind nach Frank­furt geflo­gen. Das Tref­fen für das Camp war am Nach­mit­tag und wir hat­ten noch viel Zeit. Des­we­gen sind wir nach Worms gefah­ren und haben die klei­ne  Stadt von Luther und der Refor­ma­ti­on gesehen.

 

Dann sind wir nach Bad Dürk­heim gefah­ren und haben in dem Jugend­haus ein­ge­checkt. Nach dem Tref­fen mit den ande­ren Teil­neh­mern sind wir zusam­men mit dem Zug nach Grün­stadt zum Lei­ni­ger-Gym­na­si­um, wel­ches der Ver­an­stal­ter des Camps war, gefah­ren. Nach der Begrü­ßung durch die Schul­lei­tung hör­ten wir den Vor­trag “Neue Kon­zep­te zur che­mi­schen Nut­zung nach­wach­sen­der Roh­stof­fe”, der von Prof. Dr. Lukas J. Goo­ßen aus der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum gehal­ten wur­de. Wir haben anhand des Vor­trags ver­stan­den, dass es für die Umwelt sehr wich­tig ist, dass man nach­wach­sen­de Roh­stof­fe wie­der mehr nutzt. Dazu hat der Pro­fes­sor uns eini­ge Bei­spie­le aus dem All­tag gege­ben. Wir haben damit auch neue Ide­en zum Recy­cling bekom­men.
Anschlie­ßend hat­ten wir ein Ple­num, bei dem wir uns bes­ser ken­nen­ge­lernt haben. Danach sind wir mit dem Zug nach Bad Dürk­heim gefah­ren und sind nach einem lan­gen Tag erschöpft ins Bett gefal­len. 
Am nächs­ten Tag sind wir nach dem Früh­stück zur TU Kai­sers­lau­tern gefah­ren und hat­ten einen Vor­trag im Bereich “Her­stel­lung und Ein­satz von Spinn­vlies­stof­fen” von Herrn Neit­hart aus der Fir­ma Freu­den­berg. Er hat uns von den Arbeits­be­rei­chen der Fir­ma erzählt und erklärt, dass sie mit Spinn­v­lie und ihren eige­nen Tech­no­lo­gi­en Stof­fe für Bestand­tei­le des Autos ent­wi­ckeln. Wir haben dabei gelernt, wie Inge­nieu­re in der che­mi­schen Ent­wick­lung arbei­ten. Dann haben wir in 3‑er Grup­pen selbst eini­ge Expe­ri­men­te durch­ge­führt, bei denen wir ver­schie­de­ne Kunst­stof­fe her­ge­stellt oder recy­cliert haben. Dabei haben wir gese­hen, dass wir mit ein­fa­chen che­mi­schen Metho­den Kunst­stof­fe erneut nut­zen kön­nen. Wir haben zu den Expe­ri­men­ten auch die che­mi­schen Reak­ti­ons­glei­chun­gen gelernt, mit denen wir unse­re theo­re­ti­schen Kennt­nis­se ver­bes­sert haben. 

Nach dem gemein­sa­men Mit­tag­essen in der Men­sa der TU hat­ten wir einen grö­ße­ren Ver­such, bei dem wir selbst unse­ren Bio­die­sel her­ge­stellt haben. Das haben wir durch die che­mi­schen Reak­tio­nen von Natri­um­hy­dro­xid, Etha­nol und Raps­öl bei beson­de­ren Men­gen und Tem­pe­ra­tu­ren gemacht. Am Ende des Ver­suchs haben wir gese­hen, dass ein Zwirn mit dem Bio­die­sel ver­bren­nen kann, wenn man ein Ende des Zwirns anzün­det. Danach ging es zum Aus­klin­gen des Abends wie­der zurück nach Bad Dürk­heim.

Am Mitt­woch sind wir mit dem Shut­tle­bus in die TU Kai­sers­lau­tern gefah­ren. Da wur­de ein Vor­trag über erneu­er­ba­re Ener­gi­en gehal­ten. Kurz danach haben wir unser eige­nes Auto mit Brenn­stoff­zel­le (aus Was­ser­stoff und Sauer­stoff) auf­ge­baut. Eine Brenn­stoff­zel­le ist eine gal­va­ni­sche Zel­le, die die che­mi­sche Reak­ti­ons­en­er­gie in elek­tri­sche Ener­gie umwan­delt. Nach­mit­tag sind wir zu einer Werks­be­sich­ti­gung von Opel gefah­ren. Als nächs­tes haben wir die Aus­zu­bil­den­den, die bei Opel arbei­ten gese­hen, und wir haben gelernt was sie dort machen. Zum Schluss sind wir zurück ins Jugend­haus gefah­ren und hat­ten dort noch eine kur­ze Feed­back­run­de.

Am letz­ten Tag sind wir zum letz­ten mal mit dem Zug zum Gym­na­si­um Grün­stadt gefah­ren. Dort hat jeder kurz ein Vor­trag gehal­ten, der Bezug zu dem The­ma des Mint Camps hat­te. Unse­re Grup­pe hat über die Elek­tro­au­tos gespro­chen. Ege hat über die Elek­tro­au­to­bat­te­ri­en, und Batu hat über Sta­tis­tik und Co2 Emis­si­on gespro­chen. Zum Schluss haben wir ein all­ge­mei­nes Feed­back über das Mint-EC Camp gege­ben.
Nach dem Ablauf des Camps hat­ten wir noch Zeit bis zu unse­rem Flug. Des­halb haben wir mit Herrn Schwarz­kopf noch einen Aus­flug nach Mainz gemacht. Dort haben wir das Guten­berg Muse­um besucht. Johan­nes Guten­berg ist der Erfin­der des moder­nen Buch­drucks mit beweg­li­chen Metall­let­tern, und die­ses Muse­um ist eines der ältes­ten Druck- und Schrift­mu­se­en der Welt. Nach­dem wir die ältes­ten gedruck­ten Bücher gese­hen hat­ten, sind wir zum Flug­ha­fen gefah­ren. Abschlie­ßend kann man sagen, dass Che­mie eine gro­ße Rol­le bei der Zukunft der Auto­mo­bil-ent­wick­lung spielt. Als che­miein­ter­es­sier­te Schü­ler sind wir bei die­sem Camp voll auf unse­re Kos­ten gekom­men.