Mint-EC-Girls-Camp “Math-Talent-School” vom 21. bis 24. Mai 2019 in Kaiserslautern

Wir, Naz Kaya und Pelin Kara­koyun aus den Klas­sen 11‑D und 11‑B, haben an dem Mint Camp: Math Talent School in Kai­sers­lau­tern teil­ge­nom­men. Am 21. Mai haben wir uns früh am Mor­gen am Istan­bul Flug­ha­fen mit unse­rem Betreu­er Herrn Ben­nung getrof­fen und sind nach Frank­urt geflo­gen. Wir hat­ten viel Zeit vor dem Tref­fen, des­we­gen sind wir zuerst nach Hei­del­berg gefah­ren und haben dort eine klei­ne Tour durch die mär­chen­haf­te Alt­stadt gemacht. Dann sind wir mit dem Auto nach Kai­sers­lau­tern zum Gemein­schafts­zen­trum Tripp­stadt gefah­ren, wo wir wäh­rend des Camps über­nach­tet haben. Nach dem gemein­sa­men Abend­essen hat­ten wir ein Ple­num, wobei wir die ande­ren Teil­neh­mer ken­nen­ge­lernt und uns über den Ablauf des Camps infor­miert haben.

Am Mitt­woch­mor­gen sind wir zum mathe­ma­ti­schen Fraun­ho­fer Insti­tut gefah­ren. Fraun­ho­fer ist übri­gens die größ­te For­schungs-orga­ni­sa­ti­on für ange­wand­te For­schung. Anschlie­ßend  wur­den wir durch das Insti­tut geführt und aus die­sem Grund war es für uns eine tol­le Gele­gen­heit, um authen­ti­sche Ein­bli­cke in die Berufs­welt der Mathe­ma­ti­ker zu bekom­men. Dort haben wir in Grup­pen unter­schied­li­che Auf­ga­ben­stel­lun­gen mit­hil­fe mathe­ma­ti­scher Model­lie­rung bear­bei­tet und jede Grup­pe hat­te ihr eige­nes The­ma. Ins­ge­samt gab es vier Optio­nen, von denen man im Vor­aus eine wäh­len konn­te  und ich habe mir das The­ma “Ver­kehrs­sze­na­ri­en für das auto­no­me Fah­ren“ aus­ge­sucht, da ich es beson­ders inter­es­sant fin­de. Zudem ist auto­no­mes Fah­ren die Zukunft, wes­halb mich die Arbeit in den Work­shops  ganz begeis­tert hat. Pelins The­ma war “Vlies­stof­fe intel­li­gent pro­du­zie­ren”.

Ein rea­les Pro­blem lag  vor  und den Lösungs­weg muss­ten wir auch selbst fin­den. Dafür haben wir für ver­schie­de­ne Ver­kehrs­sze­na­ri­en, wie zum Bei­spiel Fah­ren auf einer Spur,  Über­ho­len und Reiß­ver­schluss­ver­fah­ren, Glei­chun­gen auf­ge­stellt und eini­ge Neben­be­din­gun­gen auf­ge­schrie­ben, indem wir unter­schied­li­che Grö­ßen wie opti­ma­len Abstand zum Vor­der­mann, Geschwin­dig­kei­ten und zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit in Betracht gezo­gen haben. Unser Haupt­ziel war, das Kol­li­si­ons­ri­si­ko zu mini­mie­ren. Wäh­rend-des­sen haben wir uns in der Grup­pe vie­le Gedan­ken gemacht und viel dis­ku­tiert. Wir haben alle dabei noch ein­mal gese­hen, wie  groß­ar­tig Mathe­ma­tik ist, denn es hat uns wirk­lich viel Spaß gemacht, die schwie­ri­gen rät­sel­haf­ten Pro­ble­me des All­tags mit ein­fa­chen mathe­ma­ti­schen For­meln lösen zu kön­nen. Wäh­rend der Arbeit in Work­shops hat­te ich das Gefühl, als wäre ich eine Mathe­ma­ti­ke­rin, die mit ihrem Team in ihrem Büro eine wich­ti­ge For­schung durch­führt.

Am Abend sind wir zusam­men zum Bre­mer­hof gefah­ren und auf den Hum­berg­turm gewan­dert. Der ange­neh­me Weg durch den Wald hat uns ent­spannt und wir hat­ten einen herr­li­chen Blick über Kai­sers­lau­tern. Am Ende haben wir unter Auf­sicht des Hoch­schul­sports der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Kai­sers­lau­tern von dem 28m hohen Hum­berg­turm abge­seilt, was wirk­lich eine gro­ße Her­aus­for­de­rung war. Ich muss­te all mei­nen Mut zusam­men­neh­men, jedoch war es eine tol­le unver­gess­li­che Erfah­rung für mich. Außer­dem haben wir dort das schö­ne Wet­ter und die wun­der­schö­ne Aus­sicht genos­sen, nach einem erleb­nis­rei­chen Tag sind wir dann müde ins Bett gefal­len.

Am nächs­ten Tag haben wir im Fraun­ho­fer Insti­tut wei­ter an unse­rem Pro­jekt gear­bei­tet. Für die Aus­wer­tung unse­rer Ergeb­nis­se haben wir dann das MATLAB (eine Soft­ware zur Lösung mathe­ma­tisch-tech­ni­scher Pro­ble­me) benutzt, wobei wir zunächst gelernt haben, wie wir damit umge­hen soll­ten. So haben wir die Beschleu­ni­gung, die Geschwin­dig­kei­ten und den opti­ma­len Abstand geplot­tet und oft mit Gra­phen gear­bei­tet. Nach der Mit­tags­pau­se haben wir einen kur­zen Besuch in die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Kai­sers­lau­tern gemacht und haben uns über Mathe­stu­di­um und Berufs­fel­der für Mathe­ma­ti­ker  infor­miert. Nach einem ein­drucks­vol­len und infor­ma­ti­ven Vor­trag war uns bekannt, dass Mathe über­all ist und ein wich­ti­ger Bestand­teil in vie­len Berei­chen unse­res Lebens ist. Am Abend sind wir Bow­len gegan­gen, hat­ten viel Spaß.

Am letz­ten Tag haben wir unse­re Abschluss­prä­sen­ta­tio­nen gehal­ten und haben  unse­re For­schungs­er­geb­nis­se und Lösungs­we­ge erklärt. Nach drei span­nen­den Tagen habe ich ein­ge­se­hen, dass Mathe nicht nur die Spra­che der Wis­sen­schaft ist  son­dern auch  eine Kunst sowie eine Ent­de­ckungs­rei­se ist. Ich hät­te mir vor die­sem Camp nicht vor­stel­len kön­nen, dass Mathe­ma­tik so fas­zi­nie­rend sein könn­te. Die­ses Camp war also eine schö­ne Erfah­rung für mich!

NAZ KAYA 11‑D