MINT-EC-Camp “Rohstoff- und Entsorgungstechnik” vom 24. bis 27. April

Unse­re Schü­le­rin­nen Betül Eda Çile­siz und Deniz Şen aus der 11. Klas­se haben in Herr Dursts Beglei­tung zwi­schen 24. und 27. April 2018 am MINT-EC-Camp Roh­stoff- und Ent­sor­gungs­tech­nik in Aachen teil­ge­nom­men und haben einen umfas­sen­den Ein­blick in die Welt der Roh­stof­fe bekom­men.

Am ers­ten Tag haben sie bei einer Vor­le­sung die Robo­tik im Berg­bau ken­nen­ge­lernt und die Erfah­rung gemacht, einen Robo­ter mit Erken­nungs­sys­tem zu ori­en­tie­ren. Außer­dem haben die Schü­le­rin­nen im Labor und Tech­ni­kum der RWTH Aachen Uni­ver­si­tät beob­ach­tet, wie ein Glas aus Roh­stof­fen vom Gemen­ge bis zur Schmel­ze her­ge­stellt wird. Sie haben in Work­shops bei der Ver­set­zung vom Sand mit­ge­macht und die ein­zel­nen Schrit­te des Recy­clings von Scher­ben erfah­ren.

An dem nächs­ten Tag haben unse­re Schü­le­rin­nen Betül und Deniz den Tage­bau Ham­bach sowie das Kraft­werk Weis­wei­ler besucht, wo sie gelernt haben, wie Roh­stof­fe, zum Bei­spiel Braun­koh­le, gewon­nen und dann aus ihnen Ener­gie bereit­ge­stellt wird. Durch die­se Exkur­sio­nen haben sie die Chan­ce erhal­ten, einen nähe­ren Blick in das Teil­ge­biet Roh­stoff­kreis­lauf zu wer­fen. Am Ende des Camps haben die Schü­le­rin­nen eine Abschlussprä­sen­ta­ti­on gehal­ten, in der sie ihre neu­en Kennt­nis­se gezeigt haben.

Das Fach Chemie am Istanbul Erkek Lisesi

Das Fach Che­mie beginnt am Istan­bul Erkek Lise­si ab der 9. Klas­se. Unter­richts­spra­che ist dabei Deutsch.

Die sprach­li­chen, metho­di­schen und inhalt­li­chen Grund­la­gen wer­den am İstanb­ul Erkek Lise­si schon im FEN-Unter­richt der Hazir­lik ein­ge­führt. Bei leich­ten Expe­ri­men­ten wer­den im 2. Halb­jahr Ver­hal­ten im Labor, Sicher­heits­maß­nah­men, expe­ri­men­tel­le Vor­ge­hens­wei­sen und das Schrei­ben von Pro­to­kol­len geübt. Dabei wer­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Hil­fe von sprach­li­chen Übun­gen an natur­wis­sen­schaft­li­che Denk- und Arbeits­wei­sen her­an­ge­führt.

In der fol­gen­den Tabel­le ist die Anzahl der Unter­richts­stun­den (eine Unter­richts­stun­de dau­ert 40 Minu­ten) pro Woche in jedem Jahr­gang dar­ge­stellt:

Jahr­gangs­stu­fe Wochen­stun­den
9 2
10 3
11 3
12 4

Schwer­punk­te des Che­mie­un­ter­richts:
Der Schwer­punkt des Anfangs­un­ter­richts in der 9. Klas­se liegt neben der Ver­mitt­lung expe­ri­men­tel­ler Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten vor allem bei der Sprach­ar­beit. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des neun­ten Jahr­gangs wer­den an die Fach­spra­che der Che­mie her­an­ge­führt und erler­nen Aus­drucks­wei­sen, die spe­zi­fisch für die Spra­che natur­wis­sen­schaft­li­cher Fächer sind.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf dem Trai­ning von Ope­ra­to­ren und Metho­den, die in allen Fächern benutzt wer­den. Damit die Ope­ra­to­ren und Metho­den auch nach­hal­tig für die Schü­ler zugäng­lich sind, wird zu Beginn der Klas­se 9 im Che­mie-Unter­richt der „Tre­sor“ ein­ge­führt: In die­sem Ord­ner wer­den alle fächer­über­grei­fen­den Lern­hil­fen gesam­melt. Zu allen die­sen Metho­den­kom­pe­ten­zen exis­tie­ren Metho­den­kar­ten und es sind bin­nen­dif­fe­ren­zier­te Unter­richts-mate­ria­li­en vor­han­den, die wäh­rend des Schul­jah­res durch­ge­führt und in den Fach­kon­fe­ren­zen eva­lu­iert wer­den.

In den dar­auf fol­gen­den Jahr­gangs­stu­fen 10 bis 12 wer­den die Fach­in­hal­te und Denk­wei­sen des Che­mie­un­ter­richts ver­mit­telt. Dabei wer­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sehr gut auf das Abitur und Stu­di­um vor­be­rei­tet. Das Anspruchs­ni­veau einer schrift­li­chen bzw. münd­li­chen Abitur­prü­fung wird häu­fig sehr gut und auch bis zur vol­len Punkt­zahl erreicht.

Jahr­gangs­stu­fe The­men­fel­der
9 Ein­tei­lung der Stof­fe / Stoff­ei­gen­schaf­ten

Die che­mi­sche Reak­ti­on

Che­mi­sche Grund­ge­set­ze und Sym­bo­le

Atom­mo­del­le, das Peri­oden­sys­tem mit Eigen­schaf­ten der Haupt­grup­pen

Che­mi­sche Bin­dungs­leh­re: Ionen­bin­dung; kova­len­te und pola­re Bin­dung; Redo­xre­ak­tio­nen;

10 Räum­li­cher Bau von Mole­kü­len; zwi­schen­mo­le­ku­la­re Kräf­te, Lösungs­vor­gän­ge;
Git­ter- und Hydratationsenergie;Einstieg in die Orga­ni­sche Che­mie:
Alka­ne, Alke­ne, Alki­ne, Alka­no­le, Alka­na­le, Alka­no­ne, Alkan­säu­ren – Auf­bau und Eigen­schaf­ten
11 Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit;

Che­mi­sches Gleich­ge­wicht;

Che­mie der Säu­ren und Basen;

Elek­tro­che­mie: Span­nungs­rei­he; Gal­va­ni­sche Ele­men­te; Elek­tro­ly­sen;

Kor­ro­si­on und Kor­ro­si­ons­schutz

12 Orga­ni­sche Che­mie: Chi­ra­li­tät; Fet­te; Koh­len­hy­dra­te; Ami­no­säu­ren

Makro­mo­le­kü­le

Räum­li­che Aus­stat­tung
Der Che­mie­un­ter­richt am Istan­bul Lise­si fin­det in zwei Fach­räu­men statt. Der Che­mie­saal 1 ist ein Prak­ti­kums­raum mit Expe­ri­men­tier-tischen. Der zwei­te ist ein Hör­saal, eben­falls mit Vor­rich­tun­gen zum Expe­ri­men­tie­ren. Bei­de Räu­me sind medi­al mit Com­pu­ter, Bea­mer, Inter­net­zu­gang und Doku­men­ten­ka­me­ra gut aus­ge­stat­tet und ermög­li­chen dadurch einen abwechs­lungs­rei­chen Unter­richt.

Abitur im Fach Che­mie
Im Früh­jahr 2019 leg­ten ins­ge­samt 90 Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Fach Che­mie ihre Abitur­prü­fun­gen ab. Davon nah­men 5 Schü­le­rin­nen und Schü­ler an den schrift­li­chen und 85 an den münd­li­chen Prü­fun­gen im Fach Che­mie teil.

İnt­ern­at­ion­ale Che­mie-Wett­be­wer­be und Mind-Camps
Auf frei­wil­li­ger Basis besteht für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 11 und 12 die Mög­lich­keit, an einem inter­na­tio­na­len Che­mie-Wett­be­werb teil­zu­neh­men. Bei die­sem Wett­be­werb müs­sen die Schü­ler in 60 Minu­ten 30 Fra­gen beant­wor­ten. Die­ser als Mul­ti­ple-Choice-Klau­sur kon­zi­pier­te Wett­be­werb fin­det meist Anfang Juni statt. Die Anmel­dung erfolgt direkt beim Fort­bil­dungs-Koor­di­na­tor.

Wei­ter­hin kön­nen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 11. und 12. Klas­sen für Mind Camps bewer­ben. Die­se Camps wer­den finan­zi­ell unter­stützt und fin­den in der Regel in Deutsch­land statt. Bei den Camps wur­den in den letz­ten Jah­ren sehr gute Ergeb­nis­se erzielt. Alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler waren bis­her glück­lich über ihre Teil­nah­me. Auch konn­ten sie schon eini­ge Prei­se gewin­nen.

Bücherliste für das Fach Che­mie:
hier eini­ge Schul­buch­emp­feh­lun­gen für die Stu­fen 11 und 12:

Fit fürs Abi vom Schor­le-Ver­lag:
“Ober­stu­fen­wis­sen Che­mie” ISBN: 978–3‑507–23043‑9
“Klau­sur-Trai­ning Che­mie” ISBN: 978–3‑507–23051‑4
“Ele­men­te Che­mie Kurs­stu­fe (Aus­ga­be Baden-Württemberg”) ISBN: 978–3‑12–756820‑2

Fach­lei­tung Che­mie

Karl Schmidt

 

Anmer­kung:

Die Fotos sind  in der Wis­sen­schafts­wo­che auf­ge­nom­men wor­den. In die­ser Woche orga­ni­sie­ren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in ver­schie­de­nen natur­wis­sen­schaft­li­chen Fach­schaf­ten Expe­ri­men­te, Vor­trä­ge und laden dazu auch Exper­ten aus Wis­sen­schaft und For­schung ein.

MINT-EC-Camp „Energie” vom 3. bis 6. Juni

Wir, Ecem Mısır und Aysu Kon­yalı aus der Klas­sen 10 F und 12 C, haben am MINT-EC-Camp “Ener­gie” teil­ge­nom­men.
Am 3. Juni sind wir mit unse­rem Betreu­er Herrn Kur­ze nach Bre­men geflo­gen. Dann sind wir nach Olden­burg gefah­ren und haben mit den ande­ren Teilnehmer/innen eine Stadt­füh­rung gehabt. Am Abend waren wir schon in der Jugend­her­ber­ge in Olden­burg.
Am nächs­ten Tag sind wir in die Graf Anton Gün­ther Schu­le gefah­ren. Nach einem Auf­takt­vor­trag zu rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien und Ener­gie­spei­che­rung haben wir Expe­ri­men­te zu den rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien Wind und Solar mit Mes­sun­gen durch­ge­führt. Danach sind wir zum Weser­sta­di­on nach Bre­men gefah­ren und haben eine Sta­di­on­füh­rung mit Schwer­punkt auf die Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen gehabt.
Am fol­gen­den Tag sind wir wie­der in die Graf Anton Gün­ther Schu­le gefah­ren und nach einem Impuls­vor­trag zur Pro­ble­ma­tik der Ener­gie­spei­che­rung haben wir Expe­ri­men­te zu ver­schie­de­nen Akku­mu­la­tor­for­men gemacht. Am Abend haben wir bei einem spe­zi­el­len Work­shop einen lau­fen­den Käfer mit orga­ni­schen Solar­zel­len gebil­det.
Am letz­ten Tag sind wir zum Ener­gie Cam­pus gefah­ren. Nach einer Vor­stel­lung des dua­len Stu­di­ums und des Cam­pus haben wir einen Vor­trag zur Her­aus­for­de­rung der Ener­gie­um­wand­lung und ‑spei­che­rung für das Strom­netz gehört. Dann haben wir uns ver­ab­schie­det und wir sind mit unse­rem Betreu­er Herr Kur­ze nach Istan­bul geflo­gen.

MINT-Camp “Automobiltechnik der Zukunft” vom 19. bis 20. April

Wir, Deniz Aydoğan und Ali Doruk Işıldak aus der Klas­sen 10 D und E, haben am 19. Und 20. April 2018 an der MINT-EC Forum “Auto­mo­bil­tech­nik der Zukunft” teil­gen­nom­men.

Am 18. April sind wir nach Stutt­gart geflo­gen, dort haben wir mit unse­rem Betreu­er Herrn Ben­nung getrof­fen. Dann sind wir für eine klei­ne schö­ne Rei­se nach Hei­del­berg gefah­ren. Wir sind auf den Phi­lo­so­phenn­weg spa­zie­ren gegan­gen und heben den schö­nen Blick von Hei­del­berg am Neckar genos­sen. Danach haben wir die alte Stadt besich­tigt. Am Abend waren wir schon in Jugend­her­ber­ge in Heil­bronn.

Am nächs­ten Tag sind wir in die Hoch­schu­le Heil­bronn gefah­ren, und haben ande­re Teil­neh­mer der Forum ken­nen­ge­lernt. Nach einer Ein­füh­rung begann die Work­shop “Sehen­de Autos dank Sen­so­rik und Deep Lear­ning”. Herr Prof. Dr. Nico­laj Sta­che hat uns die Klei­nig­kei­ten der Sen­so­ren und ihre Funk­ti­ons­wei­se bei­gebracht und erklärt war­um Sen­so­ren wich­tig für selbst fah­ren­de Autos sind.

Zunächst haben wir gelernt was “Deep Lear­ning” ist, und wozu es benutzt wird. Nach­dem wir das Prin­zip des Neural­net­zes ver­stan­den hat­ten, haben wir die Mög­lich­keit uns mit der Code und “Deep Lear­ning” selbst zu beschäf­ti­gen. Wir haben in die Lücken in der von Dr. Sta­che vor­be­rei­te­ten Code gefüllt.

Das gefiel uns sehr, weil wir es gut fin­den zu ler­nen wenn die theo­re­ti­sche Infor­ma­tio­nen in Pra­xis kom­men. Nach die­sem ers­ten vol­len Tag haben wir mit inter­es­san­te Gedan­ken geschla­fen.

Am fol­gen­den Tag erteil­ten die Dok­to­ran­den infor­ma­ti­ve Vor­trä­ge über Elek­tro­au­to und Mess­da­ten­aus­wer­tung . Ers­tens haben wir gelernt, wie die Berufs­pra­xis heu­te in Unter­neh­men funk­tio­niert. Dann haben die Dok­to­ran­den uns infor­miert, wie die Mess­da­ten­aus­wer­tung von Elek­tro­au­tos durch Simu­la­ti­on und Expe­ri­men­te geschafft wer­den. Bevor wir mit MATLAB (ein IT-Werk­zeug für das tech­nisch-wis­sen­schaft­li­che Rech­ner) begin­nen zu arbei­ten, haben wir über die Berech­nung, Simu­la­ti­on und Mess­da­ten­aus­wer­tung im Pro­dukt­ent­ste­hung­pro­zess gespro­chen: Ers­tens kommt die Idee/ Ent­wick­lungs­auf­trag, dann hin­ter­ein­an­der Ent­wick­lung, Kon­struk­ti­on und Ver­such; Doku­men­ta­ti­on und Frei­ga­be; (Auf­trags­plan­nung) Pro­duk­ti­on; (Logis­tik) und schließ­lich After­sa­les. Das Ziel war zu ver­ste­hen, wie ein Auto Schritt für Schritt her­ge­stellt wur­de. Danach wir haben die Benut­zer­ober­flä­che von MATLAB und man­che Kom­man­dos gelernt. Danach haben wir zusam­men die Elek­tro­au­tos der Hoch­schu­le Heil­bronn uns ange­schaut und mit man­chen Inge­nieu­ren über Umrüs­tung gespro­chen. Sie haben uns gezeigt, wel­che Tei­le des Autos (z.B. Motor, Bat­te­rien, Lader, Wand­ler, etc.) sie ver­än­dert haben und die Kapa­zi­tä­ten die­ser Gerä­te. Dann haben die Dok­to­ran­den uns 3 Auf­ga­ben gege­ben und um die­se Auf­ga­ben zu lösen, haben wir zu dritt den Mess­lap­top, der in einem Elek­tro­au­to gela­gert ist, beob­ach­tet und dann mit­hil­fe die­sen Daten über MATLAB gear­bei­tet. Das Ziel war zu plot­ten; die Höhen­pro­fil über die Zeit, die Leis­tung über die Zeit und als letz­tens müss­ten wir den Ener­gie­ver­bru­ach des Autos bere­chen. Nach­dem wir mit die­sen Auf­ga­ben fer­tig gewe­sen waren, sind wir nach Bosch Engi­nee­ring gefah­ren. Eine Inge­nieu­rin hat uns in der Bosch Engi­nee­ring her­um­ge­führt und wir hat­ten die Chan­ce zu sehen, wie und in wel­cher Umge­bung ein Inge­nieur arbei­tet. Wir haben also gese­hen, wie ein Elek­tro­au­to kon­trol­liert und getes­tet wer­den. Nach der Rei­se zur Bosch Engi­nee­ring sind wir nach der Schu­le zurück­ge­fah­ren und dort eine klei­ne Feed­back gege­ben. Dann haben wir uns ver­ab­schie­det.

Abschlie­ßend kann man sagen, dass die­ses Camp sehr infor­ma­tiv und hilf­reich für uns war, um zu ver­ste­hen, wie ein Inge­nieur (mit wel­cher Gerä­te, Umge­bung, Daten, etc.) arbei­tet und wie ein Elek­tro­au­to her­ge­stellt wird. Die­se Erfah­rung war für uns wich­tig, da wir einen guten Über­blick über Auto­mo­bil­tech­nik der Zukunft ver­schaf­fen haben.