Mint 400 am 21. und 22. Februar 2019 in Berlin

Die MINT 400 – Das Hauptstadtforum, die größte Netzwerkveranstaltung von MINT-EC-Das nationale Excellence-Schulnetzwerk, fand dieses Jahr am 21. und 22. Februar 2019 in Berlin statt. In diesen Tagen treffen sich 400 Schülerinnen und Schüler und 100 Lehrkräfte von MINT-EC-Schulen zum größten einmal jährlichen Netzwerktreffen. Wir, Ege Koçal und Ece Tuygun, und unsere Lehrerin Frau Bätzner haben dieses Jahr zum ersten Mal daran teilgenommen.

Am Donnerstagmorgen sind wir vom Kölner Hauptbahnhof mit dem ICE zum Berliner Hauptbahnhof gefahren. Die Gelegenheit ,mit dem ICE nach Berlin zu fahren, hatten wir, weil wir für die Fachmesse Didacta in Köln waren. Wir sind dann an die Universität der Künste Berlin, der Hauptveranstaltungsort von MINT400, gefahren. Nach der Begrüßungsveranstaltung hatten wir die Möglichkeit, uns bei rund 30 Ausstellern aus Wirtschaft und Wissenschaft über Studien- und Berufsoptionen und Fortbildungsmöglichkeiten zu informieren. Danach wurden Fachvorträge zu vier verschiedenen Themen gehalten, von denen man im Voraus einen wählen kann. Wir haben uns vorher den Fachvortrag über Supramolekulare Chemie in Wasser ausgesucht, der unser Interesse geweckt hatte. Er war über die molekularen Eigenschaften des Wassers und deren Einfluss auf das Leben.Den Referenten haben wir ganz nett gefunden und ihm mit großem Interesse zugehört.

An dem zweiten Tag von MINT400 haben wir an Workshops teilgenommen, die wir uns schon vor der Veranstaltung ausgesucht hatten. Die Hauptziel der Workshops war es, den Teilnehmenden dabei zu helfen, ihre Interessen an unterschiedlichen Bereichen von Naturwissenschaften sowie an Mathematik und Informatik zu entdecken. Dabei haben wir dem Motto der ganzen Veranstaltung gefolgt und versucht, neue Kontakte zu schließen. Vor meinem Workshop habe ich die Gelegenheit gehabt, mich auf dem Campus der Technischen Universität Berlin und in ihrer Umgebung umzuschauen. Mein Workshop hat darin bestanden, dass wir selber eine Flüssigkristallanzeige (LCD) hergestellt haben, nachdem wir über deren Funktionsweise informiert worden waren. Da habe ich einen großen Spaß gehabt, weil die anderen Teilnehmer sehr nett waren und auch man vieles über Chemie lernen konnte. Nach dem Workshop hatten wir eine kurze Freizeit, die wir in Berlin verbringen konnten. Danach haben wir der Schlussrede von MINT400 zugehört, bevor wir mit der ICE nach Köln zurückgekehrt sind.

Insgesamt waren die MINT400 und zwei Tage in Berlin sehr schöne Erfahrungen für uns, da wir da unser Wissen über Naturwissenschaften erweitern konnten und auch freundliche Leute kennengelernt haben.

Besuch auf der Didacta vom 18. bis 24. Februar in Köln

Unserer Stand auf der Bildungsmesse Didacta 2019.

Am 18-24.02.19 haben wir, Ege Koçal, Arda Doyran, Ece Tuygun und Nehir Gülsoy, und unsere Lehrerin Frau Bätzner an der Bildungsmesse Didacta 2019 teilgenommen, die eine Fachmesse und Weiterbildungsveranstaltung ist und dieses Jahr in Köln stattgefunden hat. Bei der Ausstellung hatten wir die Möglichkeit, an einigen Workshops, Vorträgen, Seminaren und Podiumsdiskussionen teilzunehmen. Diese Highlights der Didacta bezogen sich alle auf die Bereiche Frühe Bildung, Schule/Hochschule, Berufliche Bildung/Qualifizierung sowie didacta DIGITAL. Während dieser fünf Tage wurde unsere Schule an unserem Stand vorgestellt, der die Aufmerksamkeit sowohl von den Lehrern als auch von den anderen Menschen geweckt hat und es wurden neue Kontakte mit Lehrern anderer Schulen und Universitäten geknüpft. Viele Menschen, die schon einmal in İstanbul waren, haben ihre Erinnerungen mitgeteilt und die, die noch nie in İstanbul gewesen sind, haben sich dafür entschieden, einmal die Stadt zu besichtigen. Außerdem hatten wir auch die Möglichkeit, die Stadt zu besichtigen und die traditionelle deutsche Küche zu probieren.

Bei der Präsentation der ZfA (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen).
Unserer Stand auf der Bildungsmesse Didacta 2019.
Wir vor dem Kölner Dom.

Zwei Kulturen, eine Arbeit – Geschichtsprojekt vom 07. bis zum 12. November 2018

Zwei Kulturen, eine Arbeit

Um die seit dem 1. Weltkrieg, zwar seit mehr als 100 Jahren laufende deutsch-türkische Freundschaft und Solidarität zu gedenken und zu bewahren, haben wir, die 19 Schüler des Istanbul Lisesi, zehn Schüler aus dem Kolleg Sankt Sebastian vom 7. Bis zum 12. November beherbergt und zusammen zwei Projekte bezüglich dem 1. Weltkrieg und, um genau zu sein über die damaligen deutsch-türkischen Beziehungen, ausgearbeitet. Ich war eine Ausnahme, da ich als einzige sowohl Projektteilnehmerin als auch Gastgeberin war. Aus diesem Grund kann ich einen Schritt detaillierter über das Projekt und den Umgang mit unseren Gästen meine Erfahrungen und Gefühle äußern.

Morgens und nachmittags: Teamarbeit

Morgens und nachmittags haben die beiden Projektgruppe an den Entwürfen unserer Projekte gearbeitet und unsere Zusammenarbeit basierte größtenteils auf Ideenaustausch und Diskussion unserer Vorrecherchen. Dieser Prozess hat mir und hoffentlich jedem viel beigetragen, denn der Unterschied zwischen den Gedankenstrukturen ist unglaublich. Unsere engagierten Lehrer, Herr Kadolph und Herr Grabisna, waren auch dabei viel behilflich. Vor einem Tag der Präsentation wurde uns eine Bosphorus-Tour veranstaltet, wobei wir die Sommerresidenz der deutschen Botschaft besuchten und die bedauerliche Geschichte der deutschen Märtyrer leibhaftig von NATO-Oberst Herr Wolf zuhörten. Außerdem erhielten wir die Chance, Stadtteile am Meer wie Ortaköy zu besichtigen. An dem Tag im deutschen Generalkonsulat in Istanbul haben wir unsere Schulen vertreten und von uns wurden zwei Vorträge namens müslimische Kriegsgefangene in Deutschland und  Pascha von der Goltz vor den Gästen, Jurys, einschließlich NATO-Obersts Herr Wolf, und dem deutschen Konsul gehalten. Zwei hervorragende Präsentationen haben wir hervorgebracht und fünf herrliche Tage trotz unserer unendlichen Klausuren verbracht! Am nächsten Tag haben wir uns von unseren Gästen verabschiedet.

Unterhaltungen

Zuhause haben wir über unsere Leben, Zukunft, Ansichten und die Unterschiede unterhalten. Persönlich, ich habe Deutschland wieder von einer deutschen Schülerin, die gleichaltrig mit mir ist, neu gelernt. Dank ihr habe ich eine neue Perspektive über Deutschland, dortiges Studium und Alltag gewonnen. Wenn zwei andere Perspektive miteinander unterhalten, kommt eine verbesserte und von den beiden Seiten bestätigte Version raus. Wir antworteten auf „Was wäre besser?“ und „Wie würden wir es machen?“ Es ist ein ganz rares und aufregendes Gefühl, eine neue Kultur für eine sehr kurze Zeit zu erlernen und mit Schülern, die mit dieser Kultur aufgewachsen sind, Ideen auszutauschen. Neue Horizonte wurden eröffnet in meinem Gehirn.

Gleich wie die türkischen Jugendlichen

Abends haben wir als die Türken versucht, unseren Gästen so kompakt wie möglich Istanbul und unsere Kultur, Küche und unsere alltäglichen Gewohnheiten vorzustellen, damit sie einen Blick auf die beliebtesten Örter Istanbuls werfen und erfahren können, was wir täglich machen. Wir sind auf den überfüllten Straßen gelaufen, haben mit dem Schiff Bosphorus überquert und gegessen, was ein Tourist zuerst in Istanbul auf jeden Fall essen probieren sollte. Sie haben auch gemerkt, dass Istanbul nie schläft. Unsere Geschichte und die Neuzeit sind hier miteinander homogen vermischt. Hoffentlich konnten unsere Gäste Istanbul betrachten, wie wir Istanbul betrachten.

Es ist mir äußerst auffällig, dass wir, als 19 Schüler aus zwei total unterschiedlichen Völkern und Regionen, in so einem kurzen Zeitintervall vom Start des ersten Tages gelungen sind, miteinander leicht zu sozialisieren. Meiner Meinung nach haben wir diese langfristige und nachhaltige Freundschaft zwischen den Deutschen und Türken von unseren vorherigen Generationen übernommen und erneuert. Darüber hinaus haben wir eine Zukunft zu dieser Beziehung angeboten. Obwohl wir uns nicht für eine lange Zeitspanne kennenlernten, ist sofort eine warme Atmosphäre entstanden. Wir sind die Kinder anderer Länder aber unsere Herzen funktionieren auf die gleiche Weise. Ich habe und hoffentlich jeder das Gefühl bekommen, dass wir in einer kurzen Zeit große Dinge zusammen geschaffen und verwirklicht haben. Als eine Schülerin, die gleichzeitig eine Gastschülerin aufgenommen hat, kann ich leicht feststellen, dass diese Beziehungen nicht oberflächlich und nicht nur auf das Projekt basiert sind. Das Überbleibsel ist tolle Erinnerungen und für mich von unschätzbarem Wert. Unsere Gäste sollen nicht vergessen, dass sie hier bei uns jederzeit willkommen sind.

Rana Kaya

Die Wissenschaftswoche vom 14. bis 16. Januar 2019 am IEL

In der 9. traditionellen Wissenschaftswoche, die dieses Jahr zwischen dem 14. und dem 16. Januar wie gewöhnlich im Schulgebäude veranstaltet wurde, sind viele unterschiedliche Veranstaltungen wie spannende sowie interessante Experimente, informative Konferenzen, unterhaltende Wettbewerbe und Workshops stattgefunden, die den Teilnehmern an unserer Woche sehr viel Spaß gemacht und nebenbei auch Vieles beigebracht haben.

Durch diese 3 Tage hatten die Wissenschaftsinteressierten in unserer Schule und auch andere Schüler aus wissenschaftsorientierten Schulen wie Deutsche Schule Istanbul, Kabataş Erkek Lisesi und Kadıköy Anadolu Lisesi die Chance, an den Konferenzen unserer Gäste teilzunehmen, die sich auf ihre Bereiche bestmöglich spezialisiert haben. Die Konferenz von Prof. Dr. İbrahim Semiz über die Gravitationswellen und die von Prof. Dr. Kerem Can Koçak über die Geheimnisse des Universums und CERN-Experimente waren nur zwei von den 11 hochinteressanten Vorträge, die nahezu bei allen unseren Schülern und auch Lehrern die Neugier geweckt haben.

Außerdem haben die engagierten Schüler aus den oben erwähnten Schulen während der ganzen Wissenschaftswoche die Gelegenheit gehabt, die sorgfältig vorbereiteten wissenschaftlichen Projekte und Versuche ihrer Wissenschaftsgemeinschaften von ihren Schulen auf dem Flur des obersten Stocks auszustellen. Das Vulkanausbruch-Experiment von Kabataş Erkek Lisesi und der von den Schülern der Deutschen Schule Istanbul gebaute bewegliche Roboter gehören zu den vielen faszinierenden Ausstellungen unserer Gäste, die bei allen unseren Schülern große Aufmerksamkeit hervorgerufen haben.

Darüber hinaus hatten die Schüler durch die ganze Wissenschaftswoche die Gelegenheit, ihre Kreativität und Einbildungskraft zu nutzen, indem sie an den amüsanten Workshops wie 3D-Stift und Oobleckpool teilgenommen haben. Interessierte Schüler haben beim 3D-Stift Workshop kreative Figuren und Schriften zufolge ihrer Phantasien gestaltet und währenddessen auch viel Spaß gehabt. Außerdem haben sie beim Oobleckpool Workshop selber ausprobiert, welche Eigenschaften im Sinne von Aggregatzuständen diese nichtnewtonische Flüssigkeit namens Oobleck in unterschiedlichen Umständen hat. Während die Schüler am Spiel mit Oobleck viel Spaß gehabt haben, haben sie gleichzeitig auch eine ausführliche Erklärung für seine interessanten physikalischen Eigenschaften von unserem Team bekommen. Zudem haben sie beim Heliumkaraoke Workshop viele unvergessliche Erfahrungen gesammelt. Beim Mölkky Workshop haben die Schüler auf dem Schulhof gerne Zeit verbracht, indem sie ihre Sportfähigkeiten mit ihren mathematischen Kenntnissen kombiniert haben.

Überdies haben die Teilnehmer des Orientierung-Wissenschaftswettbewerbs am ersten Tag um den hochwertigen Preis, nämlich den JBL-Lautsprecher, gekämpft und versucht, wissenschaftliche Kodes zu entziffern und sich auf diese Weise schneller als die anderen teilnehmenden Gruppen auf den Weg bis zum Ende des Wettbewerbs zu machen. Des Weiteren haben viele Schüler am Dienstag und Mittwoch an den spannenden Kahoot-Wettbewerben teilgenommen und ihr Bestes gegeben, um von unserem Team sorgfältig ausgewählte Fragen schneller als die anderen Teilnehmenden richtig zu beantworten. Während die Schüler die Fragen beantworteten, die die Schüler auf ihr allgemeines wissenschaftliches Wissen sowie auf ihre Allgemeinbildung geprüft haben, herrschte eine angenehme Konkurrenz und eine freundliche Stimmung zwischen den Teilnehmenden.

Neben allen diesen unterhaltsamen Veranstaltungen ist noch ein unentbehrlicher Bestandteil unserer herkömmlichen Wissenschaftswoche erwähnenswert, nämlich unsere sensationellen Experimente, die auch dieses Jahr unsere Woche wesentlich spannender gemacht und dabei die Interessen der meisten Schüler erregt haben. An dieser Stelle haben wir den Chemie-Lehrern unserer Schule Frau Hülse und Herrn Schmidt viel zu verdanken, da sie uns bei der Vorbereitung der Experimente sehr viel geholfen und uns in den Durchführungen genauso viel beraten haben. Bei den harmlosen Experimenten wie Aktivkohle und Cola haben die Schüler die Möglichkeit gehabt, selber den Versuch in kleinen Gruppen durchzuführen und das Arbeiten im Labor selber auszuprobieren. Nachdem die Schüler unter Überwachung unseres Teams den Versuch erfolgreich durchgeführt haben, hat unser Team den teilnehmenden Schülern den chemischen Hintergrund des Versuchs sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch ausführlich und verständlich erklärt und dabei auch versucht, zu zeigen, dass Wissenschaften auch Spaß machen. Andererseits wurden die eher gefährlicheren Experimente wie z.B. Elefantenzahnpasta, Pharaoschlange und 2-Propanolverbrennung von unserem erfahrenen Team vorgeführt, während es eben von unserem Team zweisprachig erklärt wurde, wie die beobachteten Effekte am Ende jeweiliger Experimente chemisch zustande gekommen sind. Außerdem wurden die gefährlichsten Experimente wie z.B. verbrennendes Gummibärchen und Verbrennung von Magnesiumband ausschließlich von unseren Lehrern durchgeführt und wiederum von unserem Team erklärt.

Außer diesen interessanten chemischen Experimenten wurde noch am Dienstag ein physikalischer Versuch namens ,,Leuchtende Gurke’’ von unserem Physik-Lehrer Herrn Durst durchgeführt. Aufgrund des glänzenden und atemberaubenden Effekts der eingelegten Gurke bestand ein sehr großes Interesse an diesem Experiment sowohl seitens der Schüler als auch der Lehrer. Bevor das spannende Experiment wegen der Gefahr von einer Lehrkraft durchgeführt wurde, hat unser Team den Zuschauern den physikalischen sowie den chemischen Hintergrund des Versuchs gründlich sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch erklärt.

Can Güner 11/B 635