40. National TSA Conference in Atlanta, USA vom 20. bis 26. Juni 2018

Challenge Yourself!

Ein Erfahrungsbericht des TSA Chapters des Istanbul Lisesi über die Teilnahme an der 40. National TSA Conference in Atlanta, USA (20. – 26. Juni 2018)

Während der Sommerferien machten sich zehn Schülerinnen und Schüler des TSA Chapters des Istanbul Lisesi unter der Betreuung von Herrn Fink auf, an der 40. National TSA Conference in den USA teilzunehmen. Vom 20. bis zum 26. Juni konnten wir Atlanta, die Hauptstadt des amerikanischen Bundes-staates Georgia, kennenlernen und unsere Projekte, an denen wir das ganze Schuljahr gearbeitet hatten, vorstellen. Ziel der Reise war nicht nur, uns im Wettstreit mit amerikanischen und anderen internationalen Teams zu messen, sondern auch mehr über den Süden der USA und die amerikanische Kultur zu erfahren.

Was ist eigentlich TSA und TSA Turkey?

Die Technology Student Association (TSA) ist eine internationale Organisation aus den USA, die sich seit 1978 mit der Förderung naturwissenschaftlich-technologischer Fächer an Schulen beschäftigt. Neben mehr als 250.000 Mittelschulen und Highschools in den Vereinigten Staaten sind auch Schulen aus Deutschland und der Türkei Mitglieder der TSA. Bei der National TSA Conference, die jährlich in einem anderen amerikanischen Bundesstaat organisiert wird, stellen die Finalisten der amerikanischen Bundesstaaten sowie die der Chapters aus Deutschland und der Türkei ihre Forschungs-projekte vor und treten gegeneinander an.

TSA Turkey, das Chapter der Technology Student Association der Türkei, wurde im Jahr 2011 von Schülerinnen und Schülern des Istanbul Lisesi gegründet, die seitdem jedes Jahr ihr Land auf internationaler Ebene erfolgreich vertreten. Gleichzeitig setzt sich TSA Turkey am Istanbul Lisesi dafür ein, Begeisterung für die STEM Fächer (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik) zu wecken und engagierte Schülerinnen und Schülern in diesen Fächern über den Unterricht hinaus zu fördern. Unsere Vision ist es, junge Menschen auszubilden, die sich in Zukunft für eine technologisch orientierte, verantwortungsvolle Gesellschaft einsetzen.

Was haben wir auf der TSA Konferenz gemacht?

Gemeinsam mit Herrn Fink sind im Juni 2018 zehn Schülerinnen und Schüler des Istanbul Lisesi zur National TSA Conference in Atlanta geflogen und haben dort mit zahlreichen Projekten an elf verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen: Biotechnology Design, Digital Video Production, Essays on Technology, Fashion Design, Music Production, On Demand Video, Software Development, Tech Bowl, SciVis, System Control Technology und Webmaster.

 Die Projekte wurden von den Schülerinnen und Schülern im Laufe des letzten Schuljahres erstellt und in den USA in Form von Präsentationen und anderen Wettbewerbsbeiträgen, unterstützt durch Exponante, Experimente und Modelle, vorgestellt. So haben wir zum Beispiel für den Wettbewerb in Fashion Design eine Arbeit über den sozio-kulturellen Hintergrund der amerikanischen 80er Jahre eingereicht und anhand von drei Modedesigns, die wir selbst entwickelt haben, gezeigt, wie die Mode dieser Dekade durch Politik und Kultur beeinflusst wurde. In Biotechnology Design wurde die Möglichkeit, nachhaltige Landwirtschaft auf Raumfahrten bzw. auf anderen Planeten zu betreiben, kritisch untersucht und in einem Exponat anhand von Experimenten und Simulationen dokumentiert. Bei den Events Webmaster und Software Development ging es zum Beispiel darum, eine digitale Programmierung vorgegebener Programmszenarien zu entwickeln, während bei Digital Video Production von dem gesamten TSA Team ein dreiminütiger Film über die Stadt Istanbul gedreht wurde. Während  an vielen der ein-gereichten Projekte über Monate hinweg gearbeitet wurde, gab es in einigen Disziplinen auch Aufgaben und Projektaufträge, die vor Ort gestellt wurden und die dann ebenfalls von einer Expertenjury bewertet wurden.

Was haben wir in Atlanta erlebt?

Am 20. Juni ging es endlich los, und nach 13 Stunden Flug waren wir in Atlanta gelandet. Nach dem Check-In im Hotel machten wir uns daran, die Stadt kennenzulernen. Mit ihrer klassischen Downtown und den vielen Suburbs ist Atlanta eine prototypische amerikanische Stadt und da die Konferenz erst am Donnerstagabend losging, hatten wir noch ein wenig Zeit, ein paar Einblicke in die Geschichte Atlantas zu bekommen.

Unsere Tage in Atlanta war für uns in vielerlei Hinsicht eine tolle Erfahrung und auch eine Möglichkeit, uns vom anstrengenden Programm der Konferenz zu erholen und vom Stress der Wettkämpfe abzulenken. Als Heimatstadt von Martin Luther King, der Ikone der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, konnten wir hier viel über die Geschichte der Afro-Amerikaner lernen. So findet man in Atlanta fast an jeder Straßenecke einen Erinnerungsort, ein Museum oder eine Ausstellung über den Kampf der Afroamerikaner für Gleichberechtigung. So unter anderem das National Center for Civil and Human Rights, ein Museum für Bürger- und Menschenrechte, das wir im Anschluss an das Geburtshaus von Martin Luther King besucht haben. Wir haben hier viel über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, aber auch über den Kampf für Menschenrechte auf der ganzen Welt erfahren. Alleine in diesem Museum haben wir mehrere Stunden verbracht und viele von uns wären gerne noch länger geblieben, da es so viel zu entdecken und zu lernen gab.

Früh am nächsten Morgen ging es dann mit der U-Bahn in das Fernbank Natural History and Science Museum, um uns auf das Thema der Konferenz einzustimmen. Wir konnten dort verschiedene geowissenschaftliche und technologische Ausstellungen besichtigen – zum Beispiel über die Evolution der Dinosaurier, die Erzeugung von regenerativer Energie und die Geschichte der Ernährung, bei der es auch um experimentelle Küche ging. Einige von uns konnten sich hier auch noch letzte Tipps für ihre Projektpräsentationen holen. Besonders beeindruckend war auch die Lage des Museums im Grüngürtel von Atlantas Suburbia und einige von uns haben die Chance genutzt, eine kleine Wanderung entlang des Fernbank Rivers durch den großartigen Wald zu machen.

Am Nachmittag ging dann die National TSA Conference mit der Registrierung unseres Teams für die einzelnen Wettkämpfe los. Spätestens jetzt mussten alle Projekte abgegeben werden. Den Abend haben dann alle genutzt, um sich auf die Wettbewerbe vorzubereiten. Nach der Eröffnungszeremonie, in der das 40-jährige Jubiläum der Technology Student Association von den mehr als 8000 Teilnehmern gefeiert wurde, konnten wir in den folgenden Tagen zeigen, an was wir während der vergangenen Monate gearbeitet hatten.

Neben den Wettbewerben gab es verschiedene Begleitveranstaltungen, bei denen man mehr über die TSA und verschiedene STEM-Themen erfahren konnte, sowie die Gelegenheit bekam, die anderen Teams kennenzulernen. Bei der TSA ist es Tradition, dass die einzelnen Teams untereinander Buttons austauschen. Unsere türkischen Buttons waren besonders beliebt und wir hatten die Möglichkeit, mit vielen anderen Teilnehmern zu sprechen und nicht nur unser Englisch, sondern auch unser Deutsch bei einem gemeinsamen Abend mit dem deutschen Team anzuwenden. Gleichzeitig waren wir alle damit beschäftigt, an unseren On-Site-Projekten zu arbeiten, die immer unter sehr strikten Bedingungen und innerhalb klarer Fristen erledigt werden mussten. So hatten wir z.B. einen Tag Zeit, um für den Wettbewerb On Demand Video ein einminütiges Video zu einem vorgegebenen Thema zu drehen und es dann in der Post-Production zu schneiden und zu editieren. Auch bei System Control Technology war die Zeit knapp: Hier musste eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern innerhalb kürzester Zeit eine Lösung zu einem vorgegebenen mechanischen Problem aufbauen. Neben den Wettbewerben hatten wir aber auch immer noch Gelegenheit, die verschiedenen touristischen Sehenswürdigkeiten Atlantas zu entdecken. Wir besuchten u.a. das Georgia Aquarium, die World of Coca Cola und das CNN Gebäude.

Am Dienstag war dann alles vorbei, und die Finalisten der einzelnen Wettbewerbe wurden im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung gekürt. Auch in diesem Jahr stand das Istanbul Lisesi hier wieder auf der Tribüne. Wir sind bei den Events Music Production und Webmaster in das Semifinale sowie bei Digital Video Production in das Finale gekommen.

Was passiert in diesem Schuljahr bei TSA Turkey?

Aktuell besteht das TSA Chapter des Istanbul Lisesi aus 20 Schülerinnen und Schülern der Hazirlik sowie der 9. bis 11. Klassen, die sich einmal die Woche als Student Club treffen. Im Februar 2019 werden wir erneut an dem nationalen TEAMS Wettbewerb teilnehmen, der an der Koc School in Istanbul stattfindet, und dort gegen andere türkische TSA Teams antreten. Mit Blick auf die nächsten Sommerferien freuen wir uns darauf, 2019  wieder an der 41. National TSA Conference teilzunehmen, die Ende Juli in National Harbor in der Nähe von Washington D.C. stattfindet, um dort unsere Schule und unser Land international zu vertreten.

TSA Turkey 2017-2018 (Arda Nacar, Berra Öztan, Ceren Abanoz, Deniz Sönmez, Eda Kahraman, Emre Güler, Erdem Efe Erol, Lara Turgut, Ömer Yağmurlu und Zeynep Duygulu)

Mint-EC-Camp “Chemie rund ums Auto” vom 11. bis 14. Juni 2018

Wir, Batu Muştu aus der 10C und Ege Başyiğit aus der  12E, haben vom 11. Juni bis 14. Juni am MINT-EC-Camp “Chemie rund ums Auto” in Grünstadt teilgenommen. Am 11. Juni früh am Morgen haben wir uns am Atatürk Flughafen mit unserem Betreuer Herrn Schwarzkopf getroffen und sind nach Frankfurt geflogen. Das Treffen für das Camp war am Nachmittag und wir hatten noch viel Zeit. Deswegen sind wir nach Worms gefahren und haben die kleine  Stadt von Luther und der Reformation gesehen.

 

Dann sind wir nach Bad Dürkheim gefahren und haben in dem Jugendhaus eingecheckt. Nach dem Treffen mit den anderen Teilnehmern sind wir zusammen mit dem Zug nach Grünstadt zum Leiniger-Gymnasium, welches der Veranstalter des Camps war, gefahren. Nach der Begrüßung durch die Schulleitung hörten wir den Vortrag “Neue Konzepte zur chemischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe”, der von Prof. Dr. Lukas J. Gooßen aus der Ruhr-Universität Bochum gehalten wurde. Wir haben anhand des Vortrags verstanden, dass es für die Umwelt sehr wichtig ist, dass man nachwachsende Rohstoffe wieder mehr nutzt. Dazu hat der Professor uns einige Beispiele aus dem Alltag gegeben. Wir haben damit auch neue Ideen zum Recycling bekommen.
Anschließend hatten wir ein Plenum, bei dem wir uns besser kennengelernt haben. Danach sind wir mit dem Zug nach Bad Dürkheim gefahren und sind nach einem langen Tag erschöpft ins Bett gefallen. 
Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück zur TU Kaiserslautern gefahren und hatten einen Vortrag im Bereich “Herstellung und Einsatz von Spinnvliesstoffen” von Herrn Neithart aus der Firma Freudenberg. Er hat uns von den Arbeitsbereichen der Firma erzählt und erklärt, dass sie mit Spinnvlie und ihren eigenen Technologien Stoffe für Bestandteile des Autos entwickeln. Wir haben dabei gelernt, wie Ingenieure in der chemischen Entwicklung arbeiten. Dann haben wir in 3-er Gruppen selbst einige Experimente durchgeführt, bei denen wir verschiedene Kunststoffe hergestellt oder recycliert haben. Dabei haben wir gesehen, dass wir mit einfachen chemischen Methoden Kunststoffe erneut nutzen können. Wir haben zu den Experimenten auch die chemischen Reaktionsgleichungen gelernt, mit denen wir unsere theoretischen Kenntnisse verbessert haben. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der TU hatten wir einen größeren Versuch, bei dem wir selbst unseren Biodiesel hergestellt haben. Das haben wir durch die chemischen Reaktionen von Natriumhydroxid, Ethanol und Rapsöl bei besonderen Mengen und Temperaturen gemacht. Am Ende des Versuchs haben wir gesehen, dass ein Zwirn mit dem Biodiesel verbrennen kann, wenn man ein Ende des Zwirns anzündet. Danach ging es zum Ausklingen des Abends wieder zurück nach Bad Dürkheim.

Am Mittwoch sind wir mit dem Shuttlebus in die TU Kaiserslautern gefahren. Da wurde ein Vortrag über erneuerbare Energien gehalten. Kurz danach haben wir unser eigenes Auto mit Brennstoffzelle (aus Wasserstoff und Sauerstoff) aufgebaut. Eine Brennstoffzelle ist eine galvanische Zelle, die die chemische Reaktionsenergie in elektrische Energie umwandelt. Nachmittag sind wir zu einer Werksbesichtigung von Opel gefahren. Als nächstes haben wir die Auszubildenden, die bei Opel arbeiten gesehen, und wir haben gelernt was sie dort machen. Zum Schluss sind wir zurück ins Jugendhaus gefahren und hatten dort noch eine kurze Feedbackrunde.

Am letzten Tag sind wir zum letzten mal mit dem Zug zum Gymnasium Grünstadt gefahren. Dort hat jeder kurz ein Vortrag gehalten, der Bezug zu dem Thema des Mint Camps hatte. Unsere Gruppe hat über die Elektroautos gesprochen. Ege hat über die Elektroautobatterien, und Batu hat über Statistik und Co2 Emission gesprochen. Zum Schluss haben wir ein allgemeines Feedback über das Mint-EC Camp gegeben.
Nach dem Ablauf des Camps hatten wir noch Zeit bis zu unserem Flug. Deshalb haben wir mit Herrn Schwarzkopf noch einen Ausflug nach Mainz gemacht. Dort haben wir das Gutenberg Museum besucht. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern, und dieses Museum ist eines der ältesten Druck- und Schriftmuseen der Welt. Nachdem wir die ältesten gedruckten Bücher gesehen hatten, sind wir zum Flughafen gefahren. Abschließend kann man sagen, dass Chemie eine große Rolle bei der Zukunft der Automobil-entwicklung spielt. Als chemieinteressierte Schüler sind wir bei diesem Camp voll auf unsere Kosten gekommen.

MINT-EC-Camp “Rohstoff- und Entsorgungstechnik” vom 24. bis 27. April

Unsere Schülerinnen Betül Eda Çilesiz und Deniz Şen aus der 11. Klasse haben in Herr Dursts Begleitung zwischen 24. und 27. April 2018 am MINT-EC-Camp Rohstoff- und Entsorgungstechnik in Aachen teilgenommen und haben einen umfassenden Einblick in die Welt der Rohstoffe bekommen.

Am ersten Tag haben sie bei einer Vorlesung die Robotik im Bergbau kennengelernt und die Erfahrung gemacht, einen Roboter mit Erkennungssystem zu orientieren. Außerdem haben die Schülerinnen im Labor und Technikum der RWTH Aachen Universität beobachtet, wie ein Glas aus Rohstoffen vom Gemenge bis zur Schmelze hergestellt wird. Sie haben in Workshops bei der Versetzung vom Sand mitgemacht und die einzelnen Schritte des Recyclings von Scherben erfahren.

An dem nächsten Tag haben unsere Schülerinnen Betül und Deniz den Tagebau Hambach sowie das Kraftwerk Weisweiler besucht, wo sie gelernt haben, wie Rohstoffe, zum Beispiel Braunkohle, gewonnen und dann aus ihnen Energie bereitgestellt wird. Durch diese Exkursionen haben sie die Chance erhalten, einen näheren Blick in das Teilgebiet Rohstoffkreislauf zu werfen. Am Ende des Camps haben die Schülerinnen eine Abschlusspräsentation gehalten, in der sie ihre neuen Kenntnisse gezeigt haben.

MINT-EC-Camp ,,Energie” vom 3. bis 6. Juni

Wir, Ecem Mısır und Aysu Konyalı aus der Klassen 10 F und 12 C, haben am MINT-EC-Camp “Energie” teilgenommen.
Am 3. Juni sind wir mit unserem Betreuer Herrn Kurze nach Bremen geflogen. Dann sind wir nach Oldenburg gefahren und haben mit den anderen Teilnehmer/innen eine Stadtführung gehabt. Am Abend waren wir schon in der Jugendherberge in Oldenburg.
Am nächsten Tag sind wir in die Graf Anton Günther Schule gefahren. Nach einem Auftaktvortrag zu regenerativen Energien und Energiespeicherung haben wir Experimente zu den regenerativen Energien Wind und Solar mit Messungen durchgeführt. Danach sind wir zum Weserstadion nach Bremen gefahren und haben eine Stadionführung mit Schwerpunkt auf die Photovoltaik-Anlagen gehabt.
Am folgenden Tag sind wir wieder in die Graf Anton Günther Schule gefahren und nach einem Impulsvortrag zur Problematik der Energiespeicherung haben wir Experimente zu verschiedenen Akkumulatorformen gemacht. Am Abend haben wir bei einem speziellen Workshop einen laufenden Käfer mit organischen Solarzellen gebildet.
Am letzten Tag sind wir zum Energie Campus gefahren. Nach einer Vorstellung des dualen Studiums und des Campus haben wir einen Vortrag zur Herausforderung der Energieumwandlung und -speicherung für das Stromnetz gehört. Dann haben wir uns verabschiedet und wir sind mit unserem Betreuer Herr Kurze nach Istanbul geflogen.