Model the Way! Ein Erfahrungsbericht von TSA Turkey at Istanbul Erkek School über die Teilnahme an der 41. National TSA Conference in Washington D.C

In den Sommerferien des Jahres 2019 haben sechs Schülerinnen und Schüler des TSA Chapters des Istanbul Lisesi an der 41. National TSA Conference in den USA teilgenommen und dieses Jahr wurde diese Teilnahme an der Konferenz unter der Aufsicht von Frau Hülse geführt. Die am 28. Juni beginnende Konferenz fand in Washington D.C, der Hauptstadt der USA, statt, und endete am 2. Juli 2019. Bei der 41. National TSA Conference haben die Schüler das ganze Jahr über viele Projekte ausgearbeitet. Das große Thema ist relevant für aktuelle und zukünftige Neuigkeiten der Technologie. Was in diesem Jahr besonders für das Team war, neben dem anstrengenden Wettbewerb, die Schüler hatten die Chance mit den National TSA-officers in Kontakt zu bleiben; folglich ihre Führungsgeschicklichkeit zu erweitern.

Was ist eigentlich TSA und TSA Turkey?

Die Technology Student Association (TSA) ist eine internationale Organisation aus den USA, die sich seit 1978 mit der Förderung naturwissenschaftlich-technologischer Fächer an Schulen beschäftigt. Neben mehr als 250.000 Middleschools und Highschools in den Vereinigten Staaten sind auch Schulen aus Deutschland und der Türkei Mitglieder der TSA-Organisation. Bei der National TSA Conference, die jährlich in einem anderen amerikanischen Bundesstaat organisiert wird, stellen die Finalisten der amerikanischen Bundesstaaten sowie die der Chapters aus Deutschland und der Türkei ihre Forschungsprojekte vor und treten gegeneinander an. 

TSA Turkey, das Chapter der Technology Student Association der Türkei, wurde im Jahr 2011 von Schülerinnen und Schülern des Istanbul Lisesi gegründet, die seitdem jedes Jahr ihr Land auf internationaler Ebene erfolgreich vertreten. Gleichzeitig setzt sich TSA Turkey am Istanbul Erkek Lisesi dafür ein, Begeisterung für die STEM Fächer (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik) zu wecken und engagiert sich Schülerinnen und Schülern in diesen Fächern über den Unterricht hinaus zu fördern. Unsere Vision ist es, junge Menschen auszubilden, die sich in Zukunft für eine technologisch orientierte, verantwortungsvolle Gesellschaft einsetzen.

Was haben wir auf der TSA Konferenz gemacht?

Am 25. Juni sind sechs Schüler und Schülerinnen in Washington D.C gelandet, um vor der Konferenz den Projekten ihren letzten Schliff zu geben. Mithilfe der Beratung von Frau Hülse konnten die Schüler trotz ihrer wenigen Teilnehmerzahl an sehr vielen Wettbewerben teilnehmen. Die Projekte wurden gut vorbereitet und konnten rechtzeitig abgegeben werden. In diesem Jahr waren die Bereichen der Projekten, die von den Schülern gewählt wurden:

    • Architectural Design
    • Biotechnology Design
    • Essays on Technology
    • Fashion Design
    • Photographic Technology
    • Promotional Design
    • Scientific Vizualisation (SciVis)
    • Webmaster

Die Projekte wurden von den Schülerinnen und Schülern im Laufe des letzten Schuljahres erstellt und in den USA in Form von Präsentationen und anderen Wettbewerbsbeiträgen, unterstützt durch Exponante, Experimente und Modelle, vorgestellt.

Das Thema des Architectural Designs für dieses Jahr war “Tiny Houses“. Es wurde darüber diskutiert, wie ein innovatives Haus auszusehen hat, das zwar viel Nutzen bringt aber wenigen Platz einnehmen sollte. Bei dieser Aufgabe wurde sich auf das Immigrationsproblem, das die ganze Welt betrifft, fokussiert. Die Schüler untersuchten die Lebensbedingungen der Einwanderer und entwarfen ein ”Tiny House ”, das ihnen helfen könnte, unter besseren Bedingungen zu leben. Das Portfolio dieses Projektes beinhaltete einen Text, in dem die detaillierten Informationen über das Problem der Immigration erzählt wurde. Weiterhin beinhaltete das Portfolio eine Handskizze des Designs. Auch eine 3D Version, die die Schüler mithilfe der architektonischen Softwares (z.B Autodesk Fusion, Solid etc.) erstellt haben, war im Portfolio enthalten. Das Modell des “Tiny Houses wurde mithilfe eines 3D-Druckers von den Schülern fertiggestellt.

Als das Biotechnology-Design-Team haben wir uns dieses Jahr mit dem spannenden und vielversprechenden Thema von “Marine-derived anticancer drugs” beschäftigt, wo wir zunächst die neuen Entdeckungen und Forschungen in den Felden von Krebsmedikamenten und Meeresorganismen in der Literatur intensiv recherchiert haben. Danach haben wir unsere Hypothese und unseren innovativen Vorschlag entwickelt, dass Antikrebs-Wirkstoffe von verschiedenen Meeresorganismen, wie z.B. Meeresalgen, Schwämme und viele Microorganismen produziert werden kann. Wir haben unsere intensive Forschung sowie unser Szenario, wie diese Vorgehensweise in der Gesundheitsindustrie und im Forschungswelt angewendet werden kann, in unserem Portfolio im Detail erklärt. Außerdem haben wir eine Multimedia-Präsentation und ein interaktives Display mit 3D-Modell unserer antikrebs-wirkenden Stoffe marinen Ursprungs gebastelt und präsentiert.

In Essays on Technology erhielten wir eine Vor-Ort-Aufforderung sowie zahlreiche Artikel und andere Quellen zum Thema künstliche Intelligenz. Diese Quellen sollten wir in einem Aufsatz benutzen, um die Auswirkungen auf unser tägliches Leben zu beschreiben.  Wir haben unsere eigenen Artikel ausgearbeitet und sie in einem ganzseitigen argumentativen Aufsatz mit klarer Struktur zusammengestellt.

Das Fashion-Design-Team hat sich in diesem Jahr mit dem Thema “Cosplay” beschäftigt. Für dieses Thema wurde der Charakter “Spider-Gwen” gewählt, da der Charakter Spider-Gwen für alle Frauen in den Comics eine Rolle als Indikator spielt. In dem Portofilo haben die Schüler viele Aspekte sowohl das Thema “Cosplay” als auch die Hauptfigur Spider-Gwen erklärt. Um das Kostüm mehr zu spezifizieren wurde zuerst ein Brainstorming abgehalten, aus welchen Fabrikaten dieses Kostüm genäht werden sollte, in dem der Charakter sich während des Wettkämpfs bequem fühlen könnte. Das Konzept, das diesen Vorschriften passt, wurde von Schüler mithilfe ihren Skizzen und dem Models vorgestellt.

Für Scientific Vizualisation-Event haben die Schüler ein Thema der heutigen aber größtenteils der zukünftigen Welt zum Vorschein als eine 3D Computeranimation gebracht. Diese Animation handelt von „The Neuroengineering“, die theoretische und experimentelle Neurowissenschaften mit einer vertiefenden Ingenieursausbildung verknüpft. Unter drei Überschriften kann die Animation geteilt werden:

    • Das Portfolio, wo besonders die Beschreibung, Zielsetzung und Recherchen des Projekts dargestellt werden.
    • Das Storybord enthält den gesamten Prozess der Animation Szene für Szene als Handskizze. Weiterhin sind dort speziellen Effekte, Notizen und das Skript mit Zeitpunkten verzeichnet.
    • Die Animation, die eine Repräsentation der komplexen naturwissenschaftlichen oder technologischen Vorstellungen in visueller Form ist, muss zwischen 2 und 4 Minuten dauern.

Entlang dieser Animation wird zuerst die Definition von Neuroengineering erklärt, dann bilden die Schüler mithilfe der ideenreichen Informationsgrafik und drei dimensionalen Modellen die Verbindungstelle zwischen der Neurologie und den Ingenieurwissenschaften, darauf werden Beispiele aus der Biomedizinischen Technik wie MRI (die magnetische Resonanzspektroskopie), EEG (das Elektroenzephalogramm) gegeben, deren Funktion eine sehr wichtige Rolle bei der Biophysik spielt. Am Ende hat das Schüler-Team  Hypothesen über die Zukunft von Neuroengineering als eine nicht nur berufliche Gelegenheit sondern auch als einen Lösungsschlüssel, wie unseres Gehirn funktioniert, belegt.

Beim Webmaster Event war dieses Jahrs das Thema, eine Website für eine/einen Musiker/-In oder eine Gruppe zu erstellen. Erst haben die Schüler die Programmiersprache (HTML, CSS und Javascript), die sie zur Programmierung der Website brauchen, gelernt. Dann haben wir über ein Maindesign, die die Grundlage der Website werden sollte, entschieden. Danach haben wir die Images ohne Copyright gefunden. Am Ende haben wir die Website in einer IDE, die Webstorm heißt, programmiert und zu einer kostenlosen Website-Host hochgeladen.

In Photographic Technology hatten wir die Gelegenheit, unser Verständnis und unsere Fachkenntnisse im Umgang mit fotografischen und bildgebenden Verfahren zur Vermittlung einer Botschaft zu demonstrieren.  Semifinalisten machen Fotos und verwenden dann eine Grafikbearbeitungssoftware, um eine Lösung für eine Herausforderung vor Ort vorzubereiten.  In diesem Jahr hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre fotografischen Fähigkeiten unter verschiedenen Lichtverhältnissen unter Beweis zu stellen.  Wir haben ein Portfolio mit fünf Fotos mit verschiedenen Beleuchtungssituationen erstellt, darunter Kerzenlicht, Nachtlicht, Sonnenuntergang und Tageslicht.

Zuletzt  hat eine Schülerin am Promotional Design-Event teilgenommen. Für diese Kategorie sollte ein Ordner, in dem die Designs von drei verschiedenen Objekten vorhanden sind, ausgedruckt werden. Was das Besondere bei diesem Ordner und den Designs war, ist dass diese Materialen komplett nur von den Mittbewerben entworfen wurden. Um unser Wissen über industrielles Design zu entwickeln, hat die Schülerin auf dreidimensionalen Werbeplakaten gearbeitet. Dieses Jahr war das Ziel, dass wir einen Ordner, mit den zahlreichen industriellen Designs, abgeben.

Was haben wir in Washington, D.C. erlebt?

Am 24. Juni startete unser TSA-Abenteuer mit dem Flug, der ungefähr 13 Stunden dauerte. Als wir am 25. Juni den Flughafen erreichten, haben wir dort Frau Hülse getroffen. Nachdem wir in einer Jugendherberge eincheckt hatten, machten wir einen kleinen Spaziergang um unserer Jugendherberge herum und nach Chinatown, um unsere Umgebeung etwas besser kennenzulernen. Washington D.C ist ein tolle Hauptstadt von den USA. Die Stadt hat uns mehrere Chancen geboten, um die Top-Sehenswürdigkeiten wie das Capitol, das Weiße Haus, das Washington Monument und viele hochrangige Museen zu besuchen. Da der Eintritt zu sämtlichen Museen kostenlos war, haben wir versucht, so viele Museen und Denkmäler zu besuchen, wie es möglich war.

Dank der fantastischen Lage unserer Jugendherberge konnten wir zu Fuß die National Mall erreichen. Unser Team begann seine  Kulturreise mit dem prachtvollen Marmorgebäude das Thomas Jefferson, dem dritten US-Präsident, das zu seinen Ehren errichtet wurde. Dann schwenkten wir in unserem Rundgang zu dem Capitol. Das Besondere beim Capitol war, dass das Capitol nicht nur im politischen Sinne den Mittelpunkt  von Washington bildet, sondern es wirkt als ein eindrucksvolles Bauwerk von außen sehr majestätisch. Wegen der großen Menschenmengen sind wir nur am Capitol vorbeigelaufen. Als nächstes verbrachten wir unsere Zeit in der Library of Congress, die als die größte Forschungsbibliothek der Welt bekannt ist. Dort hatten wir die Möglichkeit, die fast 6500 Bücher der Privatbibliothek von Thomas Jefferson zu besichtigen. Gemeinsam haben wir zuletzt den Obersten Gerichthof (Supreme Court of the United States) besucht. In den nächsten Tagen besichtigten wir die Denkmäler, wie Lincoln Memorial, Marthin Luther King Jr. Memorial und besonders die Museen, wie das Holocaust Museum und die Smithsonian Museen. Abends haben wir unsere Freizeit in der Cafeteria genutzt, um unsere Projekte zu überarbeiten und zu verbessern.

Am 27. Juni sind wir vom unseren Hostel in Washington D.C zu unserem Konferenz-Hotel in Maryland Oxon Hill, also National- Harbor gefahren. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, sind wir als ganzes Team zum Gaylord National Congress Center gegangen. Dort wurden die Wettkämpfe organisiert. Bei den Terminen, die für jeden Wettkampf spezifiert waren, wurden die Projekten abgegeben. Am Morgen fand die Eröffnungszeremonie und die Registrierung unseres Teams für die einzelnen Wettkämpfe statt. An diesem Tag mussten fast alle Projekte abgegeben werden. Während der Konferenz konnten wir unsere Arbeiten präsentieren, wobei sowohl unsere Teamarbeit als auch unsere Anstrengungen der vergangenen Monate sehr wichtig war. In den folgenden Tagen haben wir unter anderem einen spannenden Abend mit dem deutschen Team “OstwaldTSA” verbracht, wie auch im letzten Jahr. Wir haben uns besonders in diesem Jahr bei den LEAP Challenge-Ausstellungen über unternehmerische und futuristische Präsentationen von bekannten Schulen informiert.

Am Dienstag war dann alles vorbei, und die Finalisten der einzelnen Wettbewerbe wurden im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung gekürrt. Auch in diesem Jahr stand das Istanbul Erkek Lisesi hier wieder auf der Tribüne. Bei der 41. National TSA Conference sind wir bei dem Photographic Technology Wettbewerb in das Finale gekommen.

   

Was passiert in diesem Schuljahr bei TSA Turkey?

Aktuell besteht das TSA Chapter des Istanbul Erkek Lisesi aus 20 Schülerinnen und Schülern der Hazirlik sowie der 9. bis 11. Klassen, die sich einmal die Woche als Student Club treffen. Im Februar 2019 haben wir erneut an dem nationalen TEAMS Wettbewerb teilgenommen, der an der Koc School in Istanbul stattfand, und sind dort gegen andere türkische TSA Teams angetreten. Mit Blick auf die nächsten Sommerferien freuen wir uns darauf, 2020  wieder an der 42. National TSA Conference teilzunehmen, die Ende Juli in Nashville, TN stattfindet, um dort unsere Schule und unser Land international zu vertreten.

TSA Turkey at Istanbul Erkek School 2018-2019

Arda Berke Büktel, Berra Öztan, Ceren Abanoz, Emre Güler, Feyza Elif Dal, Zehra Demiriz

40. National TSA Conference in Atlanta, USA vom 20. bis 26. Juni 2018

Challenge Yourself!

Ein Erfahrungsbericht des TSA Chapters des Istanbul Lisesi über die Teilnahme an der 40. National TSA Conference in Atlanta, USA (20. – 26. Juni 2018)

Während der Sommerferien machten sich zehn Schülerinnen und Schüler des TSA Chapters des Istanbul Lisesi unter der Betreuung von Herrn Fink auf, an der 40. National TSA Conference in den USA teilzunehmen. Vom 20. bis zum 26. Juni konnten wir Atlanta, die Hauptstadt des amerikanischen Bundes-staates Georgia, kennenlernen und unsere Projekte, an denen wir das ganze Schuljahr gearbeitet hatten, vorstellen. Ziel der Reise war nicht nur, uns im Wettstreit mit amerikanischen und anderen internationalen Teams zu messen, sondern auch mehr über den Süden der USA und die amerikanische Kultur zu erfahren.

Was ist eigentlich TSA und TSA Turkey?

Die Technology Student Association (TSA) ist eine internationale Organisation aus den USA, die sich seit 1978 mit der Förderung naturwissenschaftlich-technologischer Fächer an Schulen beschäftigt. Neben mehr als 250.000 Mittelschulen und Highschools in den Vereinigten Staaten sind auch Schulen aus Deutschland und der Türkei Mitglieder der TSA. Bei der National TSA Conference, die jährlich in einem anderen amerikanischen Bundesstaat organisiert wird, stellen die Finalisten der amerikanischen Bundesstaaten sowie die der Chapters aus Deutschland und der Türkei ihre Forschungs-projekte vor und treten gegeneinander an.

TSA Turkey, das Chapter der Technology Student Association der Türkei, wurde im Jahr 2011 von Schülerinnen und Schülern des Istanbul Lisesi gegründet, die seitdem jedes Jahr ihr Land auf internationaler Ebene erfolgreich vertreten. Gleichzeitig setzt sich TSA Turkey am Istanbul Lisesi dafür ein, Begeisterung für die STEM Fächer (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik) zu wecken und engagierte Schülerinnen und Schülern in diesen Fächern über den Unterricht hinaus zu fördern. Unsere Vision ist es, junge Menschen auszubilden, die sich in Zukunft für eine technologisch orientierte, verantwortungsvolle Gesellschaft einsetzen.

Was haben wir auf der TSA Konferenz gemacht?

Gemeinsam mit Herrn Fink sind im Juni 2018 zehn Schülerinnen und Schüler des Istanbul Lisesi zur National TSA Conference in Atlanta geflogen und haben dort mit zahlreichen Projekten an elf verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen: Biotechnology Design, Digital Video Production, Essays on Technology, Fashion Design, Music Production, On Demand Video, Software Development, Tech Bowl, SciVis, System Control Technology und Webmaster.

 Die Projekte wurden von den Schülerinnen und Schülern im Laufe des letzten Schuljahres erstellt und in den USA in Form von Präsentationen und anderen Wettbewerbsbeiträgen, unterstützt durch Exponante, Experimente und Modelle, vorgestellt. So haben wir zum Beispiel für den Wettbewerb in Fashion Design eine Arbeit über den sozio-kulturellen Hintergrund der amerikanischen 80er Jahre eingereicht und anhand von drei Modedesigns, die wir selbst entwickelt haben, gezeigt, wie die Mode dieser Dekade durch Politik und Kultur beeinflusst wurde. In Biotechnology Design wurde die Möglichkeit, nachhaltige Landwirtschaft auf Raumfahrten bzw. auf anderen Planeten zu betreiben, kritisch untersucht und in einem Exponat anhand von Experimenten und Simulationen dokumentiert. Bei den Events Webmaster und Software Development ging es zum Beispiel darum, eine digitale Programmierung vorgegebener Programmszenarien zu entwickeln, während bei Digital Video Production von dem gesamten TSA Team ein dreiminütiger Film über die Stadt Istanbul gedreht wurde. Während  an vielen der ein-gereichten Projekte über Monate hinweg gearbeitet wurde, gab es in einigen Disziplinen auch Aufgaben und Projektaufträge, die vor Ort gestellt wurden und die dann ebenfalls von einer Expertenjury bewertet wurden.

Was haben wir in Atlanta erlebt?

Am 20. Juni ging es endlich los, und nach 13 Stunden Flug waren wir in Atlanta gelandet. Nach dem Check-In im Hotel machten wir uns daran, die Stadt kennenzulernen. Mit ihrer klassischen Downtown und den vielen Suburbs ist Atlanta eine prototypische amerikanische Stadt und da die Konferenz erst am Donnerstagabend losging, hatten wir noch ein wenig Zeit, ein paar Einblicke in die Geschichte Atlantas zu bekommen.

Unsere Tage in Atlanta war für uns in vielerlei Hinsicht eine tolle Erfahrung und auch eine Möglichkeit, uns vom anstrengenden Programm der Konferenz zu erholen und vom Stress der Wettkämpfe abzulenken. Als Heimatstadt von Martin Luther King, der Ikone der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, konnten wir hier viel über die Geschichte der Afro-Amerikaner lernen. So findet man in Atlanta fast an jeder Straßenecke einen Erinnerungsort, ein Museum oder eine Ausstellung über den Kampf der Afroamerikaner für Gleichberechtigung. So unter anderem das National Center for Civil and Human Rights, ein Museum für Bürger- und Menschenrechte, das wir im Anschluss an das Geburtshaus von Martin Luther King besucht haben. Wir haben hier viel über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, aber auch über den Kampf für Menschenrechte auf der ganzen Welt erfahren. Alleine in diesem Museum haben wir mehrere Stunden verbracht und viele von uns wären gerne noch länger geblieben, da es so viel zu entdecken und zu lernen gab.

Früh am nächsten Morgen ging es dann mit der U-Bahn in das Fernbank Natural History and Science Museum, um uns auf das Thema der Konferenz einzustimmen. Wir konnten dort verschiedene geowissenschaftliche und technologische Ausstellungen besichtigen – zum Beispiel über die Evolution der Dinosaurier, die Erzeugung von regenerativer Energie und die Geschichte der Ernährung, bei der es auch um experimentelle Küche ging. Einige von uns konnten sich hier auch noch letzte Tipps für ihre Projektpräsentationen holen. Besonders beeindruckend war auch die Lage des Museums im Grüngürtel von Atlantas Suburbia und einige von uns haben die Chance genutzt, eine kleine Wanderung entlang des Fernbank Rivers durch den großartigen Wald zu machen.

Am Nachmittag ging dann die National TSA Conference mit der Registrierung unseres Teams für die einzelnen Wettkämpfe los. Spätestens jetzt mussten alle Projekte abgegeben werden. Den Abend haben dann alle genutzt, um sich auf die Wettbewerbe vorzubereiten. Nach der Eröffnungszeremonie, in der das 40-jährige Jubiläum der Technology Student Association von den mehr als 8000 Teilnehmern gefeiert wurde, konnten wir in den folgenden Tagen zeigen, an was wir während der vergangenen Monate gearbeitet hatten.

Neben den Wettbewerben gab es verschiedene Begleitveranstaltungen, bei denen man mehr über die TSA und verschiedene STEM-Themen erfahren konnte, sowie die Gelegenheit bekam, die anderen Teams kennenzulernen. Bei der TSA ist es Tradition, dass die einzelnen Teams untereinander Buttons austauschen. Unsere türkischen Buttons waren besonders beliebt und wir hatten die Möglichkeit, mit vielen anderen Teilnehmern zu sprechen und nicht nur unser Englisch, sondern auch unser Deutsch bei einem gemeinsamen Abend mit dem deutschen Team anzuwenden. Gleichzeitig waren wir alle damit beschäftigt, an unseren On-Site-Projekten zu arbeiten, die immer unter sehr strikten Bedingungen und innerhalb klarer Fristen erledigt werden mussten. So hatten wir z.B. einen Tag Zeit, um für den Wettbewerb On Demand Video ein einminütiges Video zu einem vorgegebenen Thema zu drehen und es dann in der Post-Production zu schneiden und zu editieren. Auch bei System Control Technology war die Zeit knapp: Hier musste eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern innerhalb kürzester Zeit eine Lösung zu einem vorgegebenen mechanischen Problem aufbauen. Neben den Wettbewerben hatten wir aber auch immer noch Gelegenheit, die verschiedenen touristischen Sehenswürdigkeiten Atlantas zu entdecken. Wir besuchten u.a. das Georgia Aquarium, die World of Coca Cola und das CNN Gebäude.

Am Dienstag war dann alles vorbei, und die Finalisten der einzelnen Wettbewerbe wurden im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung gekürt. Auch in diesem Jahr stand das Istanbul Lisesi hier wieder auf der Tribüne. Wir sind bei den Events Music Production und Webmaster in das Semifinale sowie bei Digital Video Production in das Finale gekommen.

Was passiert in diesem Schuljahr bei TSA Turkey?

Aktuell besteht das TSA Chapter des Istanbul Lisesi aus 20 Schülerinnen und Schülern der Hazirlik sowie der 9. bis 11. Klassen, die sich einmal die Woche als Student Club treffen. Im Februar 2019 werden wir erneut an dem nationalen TEAMS Wettbewerb teilnehmen, der an der Koc School in Istanbul stattfindet, und dort gegen andere türkische TSA Teams antreten. Mit Blick auf die nächsten Sommerferien freuen wir uns darauf, 2019  wieder an der 41. National TSA Conference teilzunehmen, die Ende Juli in National Harbor in der Nähe von Washington D.C. stattfindet, um dort unsere Schule und unser Land international zu vertreten.

TSA Turkey 2017-2018 (Arda Nacar, Berra Öztan, Ceren Abanoz, Deniz Sönmez, Eda Kahraman, Emre Güler, Erdem Efe Erol, Lara Turgut, Ömer Yağmurlu und Zeynep Duygulu)

TSA 2017

Wir, Ömer Erdinç Yağmurlu, Lara Turgut, Zeynep Duygulu, Deniz Gökay Özkır, Deniz Ece Sönmez, Firdevs Eren,  Emine Özen, Nihan Şentürk, Arda Nacar, Eda Kahraman, Deniz Ece Sönmez, Havva Özge Özkaymak, Pınar Bulut, Kemal Fidancı und Ömer Faruk Bildik, hatten die Möglichkeit, unter der Betreuung von Herrn Schwarzkopf, am 21. Juni an der 39. National TSA Conference in Orlando teilzunehmen.

Die Technology Student Association (TSA) ist eine Organisation, die sich mit der Förderung der naturwissenschaftlich-technologischen Fächern in teilnehmenden Schulen beschäftigt. TSA Turkey ist das einzige Chapter aus der Türkei. Deswegen hatten wir nicht nur eine nationale Mission, sondern auch eine internationale Mission. Während der Konferenz haben wir unser Land sowie unsere Schule vertreten.

Dieses Jahr haben wir an der Konferenz mit zahlreichen Projekten, in Bereichen:
– Architectural Design
– Biotechnology Design
– CAD Engineering
– Computer Integrated Manufacturing
– Digital Video Production
– Engineering Design
– Essays on Technology
– Fashion Design
– Music Production
– On Demand Video
– Photographic Technology
– Prepared Presentation
– Software Development
– Technology Problem Solving
– Tech Bowl
– SciVis
– System Control Technology
– und Webmaster

teilgenommen. Wir haben einen Pokal gewonnen und drei weitere Top-10-Platzierungen erreicht: den ersten Platz in System Control Technology, den fünften Platz in On demand Video den siebten Platz in Webmaster und den achten Platz in Software Development.

Während der Konferenz konnten wir die Städte Orlando und Miami näher kennen lernen und uns mit den Bewohnern dieser Städte vielfältig austauschen. In Miami Beach sind wir an der Küste und auf dem berühmten Ocean-Drive gewandert, konnten die Everglades erkunden und mit Bus und Boot waren wir auf den Spuren der Entstehung dieser tollen Stadt. Unsere Reise in die USA war nicht nur konferenzbasiert, sondern bot uns auch Gelegenheit mehr über die amerikanische Kultur zu erfahren.

Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr an der 40. National Conferenz in Atlanta teilzunehmen, um sowohl unsere Schule als auch unser Land erneut mit großem Erfolg zu vertreten.