Besuch der Deutschen Schüler Akademie Grovesmühle vom 28.06. bis 21.07.2018

In den Sommerferien der 10.Klasse bin ich nach Deutschland geflogen, um an der Deutschen Schüler Akademie teilzunehmen. Zwischen den Daten 28.06.2018 und 21.07.2018 hat die Akademie stattgefunden. Ich war der einzige Schüler aus dem Istanbuler Gymnasium, der an diesem Kurs teilnehmen wollte.Erstmal ist es wichtig zu erwähnen, was für einen Ablauf dieser Akademie hat. Da meine Muttersprache nicht Deutsch war, war für mich von der Akademie ein einwöchiger Familienaufenthalt vor Beginn der Akademie vorgesehen. Man kann für den Aufenthalt bei der Gastfamilie nach dem Erhalten der Bestätigungs-Email mit der beauftragten Person Kontakt aufnehmen und die Informationen über die Gastfamilie( bspw. Wohnort der Familie) auf diese Weise bekommen.

Allgemein vermittelt die Akademie eine geeignete Gastfamilie in einigen Tagen. Meine Gastfamilie lebte in einem kleinen Stadtteil namens Altenholz in der Nähe von Kiel. Mein Flug war nach Hamburg, aus dem Grund, dass der Flughafen in Kiel nur für arbeitsspezifische Flüge zur Verfügung steht. Sofort nachdem ich in Hamburg angekommen war, hat meine Gastfamilie mich im Flughafen begrüßt und abgeholt. In der ersten Woche bin ich bei der Gastfamilie geblieben und habe gemeinsam mit meinem Gastbruder Zeit verbracht.

Die deutsche Kultur kennenzulernen, kleine deutsche Städte zu besuchen und unvergessliche Erinnerungen zu sammeln waren sozusagen „die Zusammenfassung“ meiner Woche bei der Gastfamilie. Ich habe auch die Gelegenheit gehabt, in ein deutsches Gymnasium zu gehen und einen tieferen Blick über das deutsche Bildungssystem zu werfen. Mit der Bahn sind wir nach dieser wunderschönen Woche mit meinem Gastbruder zur Akademie gefahren. Unser Kurs hieß „Industrie 4.0 ; Fortschritt als Fluch oder Segen? Der Name des Kurses macht es eigentlich verständlich, worum es in diesem Kurs geht. Neue Begriffe wie CPS (cyber physische Systeme), Umschulung, „Smart Factory“ , Automatisierung und viele andere habe ich genauer bei dem Kurs gelernt. Diese Begriffe, die im Alltag nicht so fremd klingen aber jedoch unter vielen Aspekten betrachtet werden sollen und für viele Menschen unklar sind, und die Diskussion haben dazu beigetragen, dass ich meinen Horizont erweitere. Industrie 4.0 umfasst auch die Zukunft vieler unterschiedlicher Berufsgruppen. In diesem Sinne war dieser Kurs für mich sehr hilfreich, meine Gedanken über meinen zukünftigen Beruf zu konkretisieren.

Außerdem gibt es in der Akademie viele Kursübergreifende-Aktivitäten, die von den Teilnehmenden organisiert werden. Falls man für eine bestimmte Sportart begabt ist und „Tricks “ seiner Begabung anderen zeigen möchte, oder über interessante Themen seine Erfahrungen/ Informationen mit anderen teilen möchte, ist diese Möglichkeit an jedem Tag nach dem Ende der Kurse von der Akademie angeboten. Es besteht auch die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen im Chor zu singen im Orchester Instrumente zu spielen. Ohne Musik und Chor wäre die Akademie nicht so lebendig. Insgesamt hat die Akademie 3 Wochen gedauert. Während dieser 3 Wochen bleibt man in einem Wohnheim mit anderen Teilnehmenden und Kursleitern. Die Kosten fürs Essen in der Akademie und für vielfältige Aktivitäten bezahlt man nach der Bewerbung um den Platz an der Akademie. Bezüglich unseres Kursthemas haben wir einen Ausflug zu einer Fabrik mit vielen Robotern und einem hohen Automatisierungsgrad gemacht. Dieser Ausflug hat uns ermöglicht ,den Einfluss der Theorien und der Lösungsvorschläge ,die für von der vierten Industriellen Revolution verursachte Probleme sind, auf eine moderne Fabrik in der Wirklichkeit zu beobachten.

Die Exkursionen sind ein Teil der Akademie. Ich habe die Exkursion nach Goslar bevorzugt und es hat mir wirklich Spaß gemacht alte Gebäude zu sehen und die einzigartige Atmosphäre dieser kleinen Stadt zu fühlen. Wenn ich meine Augen schließe und versuche, an die Zeit in der Akademie zu denken und in einem Bild all meine Erinnerungen zusammenzubringen, erscheinen vor meinen Augen vor allem meine Freunde und das Foto, das wir an dem letzten Tag alle zusammen gemacht haben. In jeder Hinsicht haben die Zeit in der Akademie und die Leute, die ich kennengelernt habe und sogar jetzt in Kontakt bleibe, meine Perspektive auf das Leben verändert.

Mehmet Can Özkan

“Internationale Innovationsausstellung Istanbul” am 29. September 2018

Wir, Schülerinnen und Schüler aus der zehnten, elften und zwölften Klassen, haben am 29. September 2018 in Begleitung von Herrn Mundt und Herrn Durst an der Istanbul internationalen Innovation Ausstellung teilgenommen.

Am Samstag Morgen um 10.45 haben wir uns vor dem Messezentrum im Stadtteil Şişli getroffen. Auf dem Ausstellungsplatz gab es viele Erfinder, die von verschiedenen Ländern um ihre Projekte vorzustellen gekommen sind. Zuerst waren wir bei dem erfolgreichen Physiker Herrn Sturm, der uns von dieser Ausstellung verständigt hat. Er ist auch der Schöpfer eines Schülerteams, das als Hardware Arbeitsgemeinschaft (HAG) bezeichnet wird, in dem er mit seinen befähigten und interessierten Schülern für zahlreiche verschiedene Probleme im Alltag Lösungen entwickelt. Vor seinem Messestand hat er uns freundlicherweise ihre Projekte durch Prototypen erklärt.

Wir möchten euch gerne von einer der Projekten berichten, das sowohl mit Medizin als auch mit Technik viel zu tun hat. Herr Sturm hat uns erzählt, dass er für lange Zeit mit einem Arzt zusammengearbeitet und ein Gerät, das für die Behandlung der Massage nützlich sein kann, vorbereitet habe. Das Gerät misst, wie hart man während der Massage die Haut druckt, und die Werte werden gleichzeitig auf einem speziellen Bildschirm angezeigt. Daraus können die Ärzte einfach prüfen, wie die Patienten behandelt werden sollen.

 

Nachdem wir alle Projekte zugehört und die Chance zum Probieren hatten, hat Herr Sturm uns eine kleine Zaubershow vorgestellt. Nach dem Abschied haben wir als kleine Gruppen die anderen Projekte erforscht.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir die Gelegenheit hatten diese Ausstellung zu besuchen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und gleichzeitig haben wir viel gelernt. Als letztes möchten wir uns lieber bei unseren Lehrern herzlich bedanken.

(Geschrieben von Demet Kayabaş -10B und Enfal Coşar -10D)

Mint-EC-Camp “Chemie rund ums Auto” vom 11. bis 14. Juni 2018

Wir, Batu Muştu aus der 10C und Ege Başyiğit aus der  12E, haben vom 11. Juni bis 14. Juni am MINT-EC-Camp “Chemie rund ums Auto” in Grünstadt teilgenommen. Am 11. Juni früh am Morgen haben wir uns am Atatürk Flughafen mit unserem Betreuer Herrn Schwarzkopf getroffen und sind nach Frankfurt geflogen. Das Treffen für das Camp war am Nachmittag und wir hatten noch viel Zeit. Deswegen sind wir nach Worms gefahren und haben die kleine  Stadt von Luther und der Reformation gesehen.

 

Dann sind wir nach Bad Dürkheim gefahren und haben in dem Jugendhaus eingecheckt. Nach dem Treffen mit den anderen Teilnehmern sind wir zusammen mit dem Zug nach Grünstadt zum Leiniger-Gymnasium, welches der Veranstalter des Camps war, gefahren. Nach der Begrüßung durch die Schulleitung hörten wir den Vortrag “Neue Konzepte zur chemischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe”, der von Prof. Dr. Lukas J. Gooßen aus der Ruhr-Universität Bochum gehalten wurde. Wir haben anhand des Vortrags verstanden, dass es für die Umwelt sehr wichtig ist, dass man nachwachsende Rohstoffe wieder mehr nutzt. Dazu hat der Professor uns einige Beispiele aus dem Alltag gegeben. Wir haben damit auch neue Ideen zum Recycling bekommen.
Anschließend hatten wir ein Plenum, bei dem wir uns besser kennengelernt haben. Danach sind wir mit dem Zug nach Bad Dürkheim gefahren und sind nach einem langen Tag erschöpft ins Bett gefallen. 
Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück zur TU Kaiserslautern gefahren und hatten einen Vortrag im Bereich “Herstellung und Einsatz von Spinnvliesstoffen” von Herrn Neithart aus der Firma Freudenberg. Er hat uns von den Arbeitsbereichen der Firma erzählt und erklärt, dass sie mit Spinnvlie und ihren eigenen Technologien Stoffe für Bestandteile des Autos entwickeln. Wir haben dabei gelernt, wie Ingenieure in der chemischen Entwicklung arbeiten. Dann haben wir in 3-er Gruppen selbst einige Experimente durchgeführt, bei denen wir verschiedene Kunststoffe hergestellt oder recycliert haben. Dabei haben wir gesehen, dass wir mit einfachen chemischen Methoden Kunststoffe erneut nutzen können. Wir haben zu den Experimenten auch die chemischen Reaktionsgleichungen gelernt, mit denen wir unsere theoretischen Kenntnisse verbessert haben. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der TU hatten wir einen größeren Versuch, bei dem wir selbst unseren Biodiesel hergestellt haben. Das haben wir durch die chemischen Reaktionen von Natriumhydroxid, Ethanol und Rapsöl bei besonderen Mengen und Temperaturen gemacht. Am Ende des Versuchs haben wir gesehen, dass ein Zwirn mit dem Biodiesel verbrennen kann, wenn man ein Ende des Zwirns anzündet. Danach ging es zum Ausklingen des Abends wieder zurück nach Bad Dürkheim.

Am Mittwoch sind wir mit dem Shuttlebus in die TU Kaiserslautern gefahren. Da wurde ein Vortrag über erneuerbare Energien gehalten. Kurz danach haben wir unser eigenes Auto mit Brennstoffzelle (aus Wasserstoff und Sauerstoff) aufgebaut. Eine Brennstoffzelle ist eine galvanische Zelle, die die chemische Reaktionsenergie in elektrische Energie umwandelt. Nachmittag sind wir zu einer Werksbesichtigung von Opel gefahren. Als nächstes haben wir die Auszubildenden, die bei Opel arbeiten gesehen, und wir haben gelernt was sie dort machen. Zum Schluss sind wir zurück ins Jugendhaus gefahren und hatten dort noch eine kurze Feedbackrunde.

Am letzten Tag sind wir zum letzten mal mit dem Zug zum Gymnasium Grünstadt gefahren. Dort hat jeder kurz ein Vortrag gehalten, der Bezug zu dem Thema des Mint Camps hatte. Unsere Gruppe hat über die Elektroautos gesprochen. Ege hat über die Elektroautobatterien, und Batu hat über Statistik und Co2 Emission gesprochen. Zum Schluss haben wir ein allgemeines Feedback über das Mint-EC Camp gegeben.
Nach dem Ablauf des Camps hatten wir noch Zeit bis zu unserem Flug. Deshalb haben wir mit Herrn Schwarzkopf noch einen Ausflug nach Mainz gemacht. Dort haben wir das Gutenberg Museum besucht. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern, und dieses Museum ist eines der ältesten Druck- und Schriftmuseen der Welt. Nachdem wir die ältesten gedruckten Bücher gesehen hatten, sind wir zum Flughafen gefahren. Abschließend kann man sagen, dass Chemie eine große Rolle bei der Zukunft der Automobil-entwicklung spielt. Als chemieinteressierte Schüler sind wir bei diesem Camp voll auf unsere Kosten gekommen.